Kleinkram, Gadgets und Gemischtes...

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Hier werde ich kleinere Um- und Einbauten, Reparaturen, Spielereien, etc. vorstellen, für die sich ein eigener Beitrag nicht lohnt.

Temperaturanzeige:
eine ganz einfache Anzeige aus dem Kfz-Bereich. Der Aussensensor ist unter der Bodenplatte befestigt, das Kabel läuft durch das Loch des Abwasserschlauchs. (Nachtrag: Die Anzeige musste ich nach Überarbeitung der Küche entfernen)

 

 

Küchenabdeckung:
die komplette Abdeckplatte konnte ich wegen des nun hochragenden, nachgerüsteten Wasserhahns nicht mehr anbringen. Da die Platte im Bereich des Herds aber auch als Hitzeschutz für die Aufbauplane dient, musste ich die Platte durchsägen und im rechten Bereich wieder anbringen. Dabei habe ich die Plastikscharniere direkt gegen welche aus Metall getauscht.

 

 

Türriegel:
eigentlich befindet sich in der Tür eine richtige Verriegelung mit Klinke. Diese war an unserem Wohnwagen jedoch nicht mehr vorhanden. Stattdessen war dort ein lächerlicher, winziger Messingriegel aus dem Möbelbau angebracht. Dieser flog raus und wurde durch einen soliden Stahlschieberiegel ersetzt, der zudem fest mit dem Metallrahmen der Tür verschraubt ist.

 

 

Warum es eine schlechte Idee ist unter Bäumen zu parken:
mal abgesehen von der üblichen Vogelka__e ist es unglaublich, was für ein Dreck aus den Bäumen selber fällt! Einerseits haben wir Glück einen Platz direkt in unserem Garten selber zu haben, wo der Wohnwagen stehen kann. Damit entfällt die manchmal teure Miete eines Ganzjahresstandplatzes. Dafür ist die Stelle aber ausgerechnet genau unter eine großen Gruppe Haselnußbäumen und einer großen Lärche. Gerade im Frühling fallen größere Mengen Baumharze, Pollen, Blütenblätter, Nadeln etc. herunter, die zusammen mit dem Staub schnell eine Schmutzschicht ergeben, die der Regen nicht mehr abwaschen kann. Im Herbst hat man dann das Problem mit den vielen Blättern und Unmengen feinster Lärchennadeln. So wie auf dem Bild oben sah der Wohnwagen nach nur drei Monaten aus. Glücklicherweise lässt sich der Dreck mit einem Eimer Wasser, Universalreiniger und einem Topfreinigungsschwamm gut abwaschen. Nach rund einer Stunde schaut der Wagen wieder so aus wie auf dem letzten Foto. Ich denke hier ist eine zusätzliche Abdeckung z.B. mit einer Plane dringend nötig (siehe weiter unten).

Alles im Lot:
mit diesem kleinen Ding kann man seinen Wohnwagen genau waagrecht ausrichten. Warum ist das so wichtig? Die Kühltruhe, bzw. ein Kühlschrank mit Absorbertechnik funktionieren nur richtig, wenn sie ganz gerade stehen. Schon eine mittlere Schräge kann die Kühlleistung erheblich beeinflussen. Diese Doppelwasserwaage auf der Deichsel, dem Tisch oder direkt auf der Kühltruhe platziert, kann der Wagen mittels Stützrad und Kurbelstützen perfekt ausgerichtet werden.

 

Wohnwagen im Modell:
wer meine Internetseiten kennt weiss, daß Modellbau meine große Leidenschaft ist. Ein Wohnwagenmodell zum Selberbauen habe ich bisher noch nicht gesehen, aber es gibt da ein Fertigmodell, an dem ich nicht vorbeigehen konnte. Es handelt sich um ein Gespann der Spielzeugfirma "Dickie". Es besteht komplett aus Kunststoff und ist im Maßstab 1:18 gehalten. Und obwohl es ausdrücklich als "Kinderspielzeug" gedacht ist, weist es eine Fülle an Details auf, die einen Modellbauer begeistern können. Zugfahrzeug ist ein schön gemachter Volvo XC90. Für ein Spielzeug weist er eine fast schon filigrane Detaillierung auf, inkl. eines kompletten Unterbodens. Motorhaube, Türen und Heckklappe lassen sich öffnen. Sogar die dritte Sitzbank ist vorhanden. Daß das Fahrzeug einen Friktionsmotor hat, finde ich etwas verwunderlich, aber: es ist "Kinderspielzeug!" Die Anhängerkupplung mit Kugelkopf ist etwas grob geraten, genau wie die Deichsel des Wohnwagens und das hoch- und runterfahrbare (!) Stützrad. Aber auch hier gilt es die Zielgruppe zu beachten. Der Wohnwagen selber ist einem leichten Hubdachwohnwagen nachempfunden, in etwa einem "Trigano Silver". Angesichts der zulässigen Anhängelast des Volvos von über 2 Tonnen eine etwas seltsame Wahl... :-) Am Wohnwagen lassen sich Türen und Fenster öffnen, das Hubdach funktioniert und auch die Klappe des Gasstaufachs ist beweglich. Das Dach kann man nach hinten abziehen um die komplette Inneneinrichtung (!) zu bewundern. Man kann sogar den Toilettendeckel hochklappen.  Also ich kann nur sagen "sagenhaft" was einem hier für knapp 20,- Euro geboten wird. In diesem Maßstab kenne ich nur ein besseres Wohnwagemodell: den "Eriba Puck" von Revell. Und dann gab es da noch das kleine Gespann im Maßstab ca. 1:45, das ich im Supermarkt aus der Grabbelkiste geholt habe. Für 6,- Euro "Made in China", was man auch deutlich sieht. Zugfahrzeug ist ein "Mitsubishi Grandis", der Wohnwagen ein Phantasieprodukt. Am Wohnwagen musste ich erst die Verklebungen erneuern und ein Zusatzgewicht an der Deichsel anbringen, bevor das Gespann vernünftig stand. Man sollte das Gespann nicht aus der Nähe betrachen, ab 1,50 Meter geht´s... ;-) Es steht in meinem Büro als Deko im Regal.

Abdeckung:
der nächste Winter kommt bestimt. Höchste Zeit sich Gedanken um eine vernünftige Abdeckung zu machen, da unser Wohnwagen leider dauerhaft im Freien stehen muss. Den Anfang macht eine einfache Deichselhaube, die ich für 10,- Euro bei der Firma Berger besorgt habe. Sie schützt die Deichsel und das Stützrad vor der Witterung. Eine große grüne Gewebeplane 4 x 6 Meter schützt dann des Rest des Wohnwagens. Eine Kleinere hätte auch gereicht, jedoch wollte ich die Seiten mit den Anschlussdosen, die Rückleuchten, den Deichselkasten und vor allem den ehemaligen Wasserschaden am Heck komplett abgedeckt haben. Vielleicht besorge ich dennoch eine mit etwas geringeren Abmessungen, da diese hier wirklich sehr groß ist. Den Wohnwagen habe ich dann a´la Christo einmal komplett eingepackt und mit einer Wäscheleine verzurrt. Für den Winter ist der Wohnwagen jetzt erst einmal gut geschützt.

Tresor:
ein einfacher kleiner Stahlblechtresor aus dem Baumarkt. Natürlich soll er nicht dazu dienen horrend teure Wertsachen zu beschützen. Erstens haben wir so etwas sowieso nicht und zweitens ist er dazu gar nicht geeignet. Aber wozu dient der Tresor? Der Paradiso ist ja als Klappwohnwagen nicht abschließbar. Man kann also keine Wertgegenstände wie Digitalkamera, Tablet oder Handy darin liegen lassen, wenn man mal schnell zum Waschhaus oder Einkaufen gehen muss. Dafür ist dann der kleine Tresor gedacht. Er ist fest mit der Bodenplatte verbolzt und kann nur mit grober Gewalt herausgerissen werden. Das dürfte auf einem Campingplatz sehr auffallen!

Anhängerschloss:
eigentlich wäre dieses Schloss nicht notwendig gewesen, da unser Wohnwagen im abgeschlossenen Garten steht, aber man weiss ja nie... Ausserdem könnte der Wohnwagen ja auch einmal woanders stehen, und auf dem Campingplatz kann das Schloss ja auch nicht schaden. Der Kasten besteht aus gelb verzinktem Stahl und ist aufklappbar. Dadurch lässt sich das Schloss auch im angekuppelten Zustand anbringen. Ob man allerdings so fahren darf, weiss ich nicht. Ein einfaches Diskusschloss hält den Kasten unten zusammen. Der eigentliche Diebstahlschutz wird durch einen einseitig eingeschweissten Stahlbolzen erreicht. Dieser dürfte grober Gewalt nicht lange standhalten. Aber das Schloss ist ja eigentlich eher dafür gedacht, den "schnellen Zugriff" zu verhindern.

Backofen:
dieses fantastische Zubehör ist in Deutschland nur sehr schwer oder überhaupt nicht zu bekommen. Der original Coleman Klappbackofen wurde hierzulande so gut wie gar nicht angeboten. Das hat mich schon immer etwas gewundert, denn das Ding funktioniert wirklich hervorragend. Es handelt sich um einen zusammenfaltbaren Blechkubus mit einem dickeren Boden aus Stahl, der die Wärme speichert. Ein dreifach verstellbarer Rost und eine Temperaturanzeige vervollständigen das Ganze. Der Ofen wird einfach auf die offene Campingkocherflamme gestellt und durch die Höhe der Flamme reguliert. Mit etwas Geschick kann man darin sogar Kuchen backen. Wir benutzen ihn gerne um unsere geliebten Aufbackbrötchen zu bereiten. Und wie sind wir an unser Exemplar gekommen? Dieser Ofen wurde in den 80er Jahren von meinen Eltern in Kanada gekauft, wo wir fünf Jahre gewohnt hatten. Seitdem wurde der Ofen regelmäßig benutzt, zuletzt im Wohnmobil meiner Eltern. Als mein Vater mitbekommen hatte, daß ich einen solchen Ofen verzweifelt suchte, hat er ihn mir überlassen. Der Karton war nach fast 30 Jahren etwas ramponiert und wurde entsorgt, aber der Ofen funktioniert wie am ersten Tag! Das ist Wertarbeit!

Feuerlöscher:
ein Feuerlöscher ist nicht vorgeschrieben, aber es kann sicher nicht schaden einen an Bord zu haben, wenn man mit Gas hantiert. Dieser hier stammt aus dem Automobilbereicht und ist entsprechend klein und leicht. Ob er da unmittelbar hinter der Tür stört, muss sich noch zeigen. Auf jeden Fall ist er hier jederzeit gut griffbereit.

 

Taschen-Organizer:
dieses schöne Zubehörteil habe ich beim Obelink in Holland erstanden. Der Paradiso hat ja serienmäßig aufgrund seiner Bauweise nicht sehr viel Stauraum oberhalb der Bodenwanne. Dieser Taschenorganizer passt genau an die Seitenwand zwischen Tür und Bett. Ich habe zwei Schrauben in den Dachrand gedreht und kann den Organizer so an seinen dafür vorgesehenen Ösen aufhängen. Jede Mange Platz für Kleinkram, der sonst im Wohnwagen herumfliegt. 

 

Verbesserung der Schlafqualität:
für einen Klappwohnwagen hat der Paradiso eigentlich recht dicke Polster - ca. 8cm. Trotzdem ist es mir ein paar mal passiert, dass ich das Polster im Laufe der Nacht durchgelegen habe (ich bin halt kein Leichtgewicht...). Das sollte nicht mehr passieren, da es natürlich recht unbequem ist. Die Lösung waren zwei selbstaufblasende Isomatten, die wir einfach unter die Polster legen. Der Schlafkomfort wird enorm verbessert und das Durchliegen bis auf die Sitztruhen kommt nicht mehr vor!

 

Leatherman-Tool "legalisieren":
ein Leatherman Multitool ist auf Campingreisen ein fast schon unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand. Das kleine Ding mit Zange, Messer, Schraubendreher, Paketöffner, etc... ist schon viele Jahre lang ein treuer Begleiter in Alltag und Beruf. Das Problem bei der Sache: Leatherman verbaut seit einigen Jahren nur noch "Einhandmesser" in den Tools. Das bedeutet, dass man die Klinge mit einer Hand aus dem Tool herausholen und arretieren kann, während man mit der anderen Hand beispielsweise etwas festhält. Das ist ungemein praktisch, macht das Multitool aber in Deutschland leider zu einer Waffe. Und diese Waffe unterliegt dem "Führungsverbot". D.h. man darf es besitzen, aber nicht am Körper mit sich führen. Und das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für andere Länder Europas. Nun kann man sich stundenlang die Finger wundgoogeln und findet zahlreiche Hinweise, die da aussagen daß das Leatherman Tool ein Werkzeug ist und kein Messer und deshalb wie ein Teppichmesser als Arbeitsausrüstung deklariert werden muss etc etc... Letztendliche Rechtssicherheit gibt es dennoch nicht. Je nachdem an welchen Gesetzeshüter man gerät ist das Tool entweder weg oder Schlimmeres... Für mich persönlich sah ich nur einen Ausweg: die Einhandfunktion der Klinge unbrauchbar zu machen. Damit wäre das Multitool definitiv keine Waffe mehr, sondern ein legales Klappmesser. Die Einrastfunktion der Klinge (wird auch in manchen Ländern kritisch gesehen) finde ich jedoch aus Sicherheitsgründen so wichtig, dass ich darauf nicht verzichten möchte. Was habe ich also genau gemacht? Ich habe das Daumenloch in der Klinge, mit dem die Einhandöffnung erst möglich ist, mit einer 2-Komponenten-Epoxyd-Knete gefüllt. Diese Masse wird auch manchmal als "Kaltmetall" bezeichnet, härtet steinhart aus und hat eine enorm hohe Klebekraft. Damit kann man z.B. Lecks in Motorblöcken reparieren. Die Knete habe ich so aufgebracht, dass die (sichtbare) Vorderseite möglichst glatt wird. Die Rückseite ist entsprechend rauh geworden, aber das stört mich nicht. Die letzte Glättung nach dem Aushärten gab es mit einer Schaberklinge. Nachdem die Befestigungsschraube des Messers noch etwas nachgezogen wurde, lässt es sich nun auf keinen Fall mehr mit einer Hand öffnen. Damit man die Klinge trotzdem noch herausbekommt, habe ich mit einer Mini-Trennscheibe einen Nagelhau in die Klinge gefräst. Und warum kaufe ich mir nicht gleich ein Multitool ohne Einhandklinge? Nun, das Leatherman Wingman bietet meiner Meinung nach des beste Preis-Leistungsverhältnis - Punkt! 

Mülleimer:
viel Platz für einen Mülleimer gibt es im Wohnwagen ja nicht! So kam ich relativ schnell auf die Idee die Türinnenseite als Ort für den Mülleimer zu nutzen. Vorteil: ist die Tür geöffnet, kommt man auch vom Vorzelt aus prima dran. Den kleinen praktischen Mülleimer aus zähem Kunststoff mit Deckel gibt es für kleines Geld beim Obelink. Mit dabei sind zwei Befestigungsmöglichkeiten: zum Anschrauben und zum Einhaken über eine Kante. Ich habe den Schraubhalten an der Tür befestigt. Der Mülleimer kann nun ganz einfach eingehängt werden. So ist er immer griffbereit und schnell geleert.

Türhalter:
die Tür unseres Paradisos ist eine kleine Problemstelle. Sie ist einfach schon sehr abgenutzt. Das hat zur Folge, dass sie immer von alleine aufschwingt wenn sie nicht verriegelt ist, ungefähr zu einem Drittel. Um die Tür ganz offen zu halten, gibt es im Campingbedarf diverse Klemmen oder Magnethalter, die aber in der Regel allesamt aufgeschraubt werden. Das hält bei dem wabbeligen GFK nicht. Also habe ich zwei Metallwinkel zusammengeschraubt und daraus eine Metallklammer gemacht, die man einfach auf Tür und Rahmen steckt. Fertig - Tür bleibt offen.

 

Neue Vorhänge:
eine der ersten Verschönerungsmaßnahmen, die ich am Paradiso vornehmen wollte, war der Ersatz der alten, fadenscheinigen und verschlissenen Vorhänge. Aus verschiedenen Gründen hat das aber erst jetzt geklappt. Bei IKEA haben wir uns einen recht dichten Stoff besorgt und zugeschnitten. Meine Mutter hat mit ihrer Nähmaschine dann den Rest gemacht. Bringt einen frischen Touch in den Innenraum und macht auch von außen eine gute Figur.

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