Wasser- / Abwasseranschluß

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In unserem Wohnwagen gibt es eine Edelstahlspüle, jedoch keinen Wasseranschluß und auch keinen Abwasseranschluß. Erste Priorität hatte der Abwasseranschluß. Nicht, daß jemand seinen alten Kaffee auskippt und dieser in unseren Schränken versickert... Im Prinzip war das ganz einfach: sämtliche Löcher in Schränken und im Fahrzeugboden waren bereits vorhanden, es fehlte nur der passende Schlauch. Diesen fand ich im Baumarkt in Form eines handelsüblichen Abwasserschlauchs für Spül-/Waschmaschienen. Das eine Ende wurde mittels einer Schlauchschelle am Abwasserstutzen befestigt, das andere Ende durch die Öffnungen aus dem Fahrzeug geführt - fertig. Viele Campingplätze bieten ja an der einzelnen Parzelle schon einen Grauwasserabfluß an. Hier könnte man dann mittels des Schlauchs (eventuell plus Verängerung) das Abwasser direkt einleiten. Fehlt diese Möglichkeit, so habe ich einen faltbaren Abwasserkanister beschafft. Dieser hat sich auf früheren Campingreisen mit meinen Eltern bereits sehr bewährt. Wenn er voll ist, lässt er sich ganz einfach und sauber zur nächsten Entsorgungsstelle tragen.

Als nächstes steht der Einbau eines Frischwassersystems an. Dafür muss natürlich ein Frischwassertank her. Ein fest eingebauter Tank kommt aus Platzgründen nicht in Frage. Bleibt also nur ein transportabler Kanister. Nur wo soll der Kanister stehen? Eigentlich wollte ich ihn in den Deichselkasten stellen, jedoch steht dort bereits die Gasflasche. In geschlossenen Gasbehältern dürfen jedoch keine Elektroinstallationen und elektrische Geräte betrieben werden. Da ich das Wasser mit einer elektrischen Tauchpumpe fördern wollte, schied auch diese Möglichkeit aus. Im Innenraum würde ein Wasserkanister nur im Weg herumstehen - bleibt nur eine Möglichkeit: der Kanister muss ausserhalb des Wohnwagens stehen. Das ist natürlich kein Problem, jedoch braucht man für die Durchführung des Schlauchs und des Elektrokabels eine Öffnung in der Seitenwand. Im Zubehörhandel fand ich eine Einbau-/Serviceklappe zur Befüllung eines eingebauten Wassertanks. Die Öffnung war groß genug und die Klappe wurde komplett mit Dichtung geliefert. Der Durchbruch sollte eigentlich im Bereich der Küche erfolgen, jedoch war dort wegen des Radkastens nicht genug Platz. Also habe ich die Öffnung in den vorderen linken Staukasten gesägt. Wie schon beim Elektro-Einspeisestecker habe ich das dünne GfK mit einem Rahmen aus Dachlatten versteift, auf den ich dann die Serviceklappe schrauben konnte.

Die Spülen / Gaskocher Kombination besteht komplett aus Edelstahl und hat keinen eigenen Wasserhahn. Das konnte natürlich nicht so bleiben. Mit einem Schälbohrer arbeitete ich ein größeres Loch aus, um einen einfachen Wasserhahn einzubauen. Dieser besitzt einen Mikroschalter, der beim Aufdrehen des Hahns die Tauchpumpe einschaltet. Hier sollte man allerdings beachten die Pumpe nicht direkt über den Mikroschalter zu betreiben, da der kleine Schalter nicht für solche Ströme ausgelegt ist. Besser man schaltet die Pumpe über ein Relais, welches vom Wasserhahnschalter angesteuert wird. Siehe auch meinen Beitrag über den Neubau der Elektrik. Nun wird der Wasserschlauch angeschlossen. Er ist an der Serviceklappe über eine schraubbare Kupplung geteilt. Der Elektroanschluß für die Tauchpumpe ist dort ebenfalls geteilt, mittels eines einfachen Lautsprechersteckers. Für den Frischwasserkanister wird die Pumpe mit einem passend abgelängten Stück Schlauch und Kabel vorkonfektioniert. Nun kann man den Kanister füllen, vor dem Wohnwagenrad auf den Boden stellen, den Schlauch an der Serviceklappe anschließen und dann gilt: Wasser marsch! Klasse, Mission erfüllt. Übrigens - die Stärke des Wasserstrahls lässt sich mit dem Regler des Hahns einstellen, das war mir vorher nicht bewusst.

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