Testaufbau des Vorzelts

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Nachdem der Wohnwagen nun schon einige Monate bei uns steht, konnten wir uns endlich durchringen einen Testaufbau des Vorzelts durchzuführen. Das war mir wichtig, weil ich nicht auf dem ersten Campingplatz wie ein Idiot dastehen möchte wenn eine Zeltstange fehlt oder das Zelt einen riesigen Riß hat...

Da in unserem Garten zu wenig Platz für einen Testaufbau ist, haben wir den Wohnwagen kurzerhand angehängt und sind erst einmal eine kleine Runde durch die engen Nachbarortschaften gefahren. Einfach um sich mit dem Gespann etwas vertrauter zu machen. Das ging auch problemlos. Leider funktionieren die Blinker am Wohnwagen nur sporadisch, was (wie sich später herausstellte) an der altersbedingten Korrosion der Kontaktstellen lag. Da muss ich also demnächst noch einmal ran... Nach einem Stück Autobahn sind wir dann auf einen großen Parkplatz eines Baumarkts gefahren, der dank Feiertag völlig leer war. Der Wohnwagen war innerhalb weniger Minuten aufgeklappt, dann ging es los!

Im Prinzip lässt sich am Paradiso jedes Vorzelt montieren, da er am Dach und an den unteren Seiten Norm-Kederschienen hat. Das Original-Vorzelt eignet sich jedoch besser, da es zusätzlich mit zwei kräftigen Reißverschlüssen an den Seiten des Planenaufbaus angezippt wird. Glücklicherweise haben wir beim Kauf ein Original-Vorzelt mitbekommen. Dieses wurde nun ausgebreitet und auf die Kederschiene am Dach gezogen. Anschließend wurden die Vorzeltseiten angezippt und in die unteren Kederschienen geschoben. Somit war das Vorzelt erst einmal am Wohnwagen fixiert - soweit keinerlei Probleme.

Beim Ausbreiten des Gestänges musste ich jedoch erst einmal nachdenken. Nachdem ich das Gestänge des ebenfalls mitgelieferten Sonnensegels aussortiert hatte, sah ich etwas klarer. Trotzdem brauchte es mehrere Versuche, bis ich die Konstruktionsweise des Gestänges völlig durchschaute. Bisher kannte ich nur starre Gestänge, die fest ineinander gesteckt wurden. Hier wird jedoch alles teleskopartig ineinandergeschoben und nach dem Spannen mit Klemmen fixiert. Der Aufbau wurde durch den stark auffrischenden Wind erschwert, jedoch hielt ich das für einen guten Test, denn am Meer weht ja bekanntlich öfters mal eine stärkere Brise... 

Das Vorzelt zeigte sich in einem zufriedenstellenden Zustand. Es gibt zwar einen Riß ganz oben am First, jedoch ist dieser unter dem Dach, so daß es nicht hineinregnen kann. Jedenfalls beeinträchtigt der Riß die Funktion des Vorzeltes nur unwesentlich. Schön sind die großen Fester(folien)flächen, durch die viel Licht in das Zelt dringt. Allerdings sind keine Abdeckungen dabei, so daß man nachts etwas auf dem Präsentierteller sitzt. Zur besseren Durchlüftung können die Seiten- bzw. das Vorderteil hochgerollt werden. Eine Tür befindet sich auf der Vorderseite, ein großes mit Fliegengaze geschützes Belüftungsfester ebenfalls. Die Grundfläche des Vorzelts erscheint noch etwas größer als der Wohnwagen selber. Ausgemessen habe ich es nicht. Stehhöhe ist überall vorhanden, nur am Eingang muss ich mich bücken. Der Wohnraum wird durch das Vorzelt jedenfalls erheblich erweitert.

Auf den Bildern sieht das Zelt etwas windschief aus, da ich zwei Gestängefixierer vergessen hatte und so das Zelt nicht richtig spannen konnte. Ausserdem ist es natürlich nicht am Boden festgemacht und der böige Wind tut sein übriges dazu. Trotzdem bekommt man eine Idee davon, wie das Ganze dann aussieht. 

Nach unserer "Test"campingfahrt an die Mosel (siehe entsprechender Beitrag) haben wir festgestellt, daß wir mit dem Vorzelt wahrscheinlich nicht glücklich werden. Zwar ging uns der Aufbau nun etwas leichter von der Hand, aber das Gestänge macht von seiner Konstruktionsweise keinen besonders guten Eindruck, vor allem was die Befestigung im Dachbereich angeht. Ausserdem sammeln sich bei Regen große Pfützen auf dem Dach, die von innen heruntergedrückt werden müssen. Und nach kälteren Nächten ähnelt das Zeltdach von innen einer Tropfsteinhöhle... Wenn man nun noch bedenkt, daß Plane und Gestänge höllenschwer sind, so merkt man, daß die Zeit dieses Vorzelt einfach technisch überholt hat. Das Klapp-/Faltkonzept unseres Paradisos ist einfach zu innovativ, um mit so einem Vorzelt-Dinosaurier zusammen aufgebaut zu werden. Ich denke wir werden das Zelt durch eins in moderner Leichtbauweise ersetzen, zumal der Riß im First beim Abbau leider noch größer geworden ist. 

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