Tausch des Kühlschranks

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Die mangelnde Leistung unseres Kühlschranks war mir von Anfang an ein Dorn im Auge. Zwar war das Ergebnis bei mäßigen Außentemperaturen zufriedenstellend, aber nicht bei sommerlichen Temperaturen. Absorber-Kühlschränke sind für ihre Leistungsschwäche bekannt, dafür haben sie andere Vorteile. Unser alter Einbaukühlschrank schwächelte aber auch aus Altersgründen. Das Kühlmittel soll sich bei zunehmenden Alter kristallisieren und die Leitungen zusetzen. Kurzzeitig hilft es wohl den Kühlschrank auszubauen und einen Tag auf dem Kopf stehen zu lassen. Dabei lösen sich die Kristalle voneinander und der Fluss ist wieder für eine Zeit gewährleistet. Bei sehr alten Kühlschränken, wie unserer einer ist, soll das aber nur für einige Zeit helfen. Zudem gibt es bei sehr hohen Außentemperaturen einen Hitzestau hinter dem Gerät, der mittels Zusatzlüfter etwas gemildert werden kann. Insgesamt also recht schlechte Aussichten für das Gerät. Nachdem nun der Sommer 2018 extrem heiß gewesen war und wir im Urlaub nur schlabberige Butter und lauwarmes Bier "genießen" konnten, hatte ich die Schnauze voll. Unseren Kühlschrank hatten wir noch nie auf 12 Volt benutzt und auch die Gasfunktion funktionierte nur sporadisch - meist gar nicht. Und da wir sowieso immer Campingplätze mit 220 Volt Stromversorgung anfahren war schnell klar, dass wir den Kühlschrank gegen ein Kompressormodell tauschen würden. Schon in unserem Paradiso-Wohnwagen hatten wir genau das Gleiche getan und von dort noch den Kompressorkühlschrank behalten. Es ist ein ganz normaler Minikühlschrank, z.B. für Büros. Damals hatten wir ihn für relativ kleines Geld beim Obelink in Holland gekauft. Von den Abmessungen her passt er genau in die Öffnung des alten Kühlgeräts - sogar noch mit etwas "Luft". Das Problem war nun der Ausbau des Originalgeräts. Dieser war seit Bau des Wohnwagens nicht mehr bewegt worden. Zuerst habe ich die Tür entfernt. Nach dem Abschrauben der braunen Frontleiste mit den Bedienknöpfen und Anheben der abgeschraubten Spülen-/Herdkombination konnte ich auf der Oberseite die 12 und 220 Volt Stromversorgungen abtrennen. Auch die Gasleitung wurde hier mit erheblichem Kraftaufwand an der Verschraubung getrennt. Die Befestigungsschrauben des Geräts selber sind bei jedem Fahrzeug anders. Bei mir waren es nur zwei Schrauben im vorderen Bereich. Nun konnte der gesamte Kühlschrank nach vorne herausgezogen werden. Dabei musste ich einiges wackeln und rucken, da z.B. der Kamin des Brenners verklemmt war. Letztendlich hatte ich das Gerät jedoch in den Händen. So frei dastehend konnte man dem Kühlschrank das Alter richtig ansehen... Nun galt es noch die Gasleitung zu entfernen. Hierzu wurde diese am Gasverteilerblock gelöst und anschließend in einem Stück aus dem Küchenblock herausgefädelt. Am Verteilerblock montierte ich einen Blindstopfen, damit nicht zufällig jemand das Gasventil aufdreht und Gas austritt. Danach machte ich natürlich eine Leckprüfung mit Suchspray. Der neue Kühlschrank konnte nun einfach in die vorhandene Öffnung gehoben werden. Oben klafft nun eine größere Lücke, jedoch ist dies gut für die Lüftung und Abfuhr der erzeugten Wärme. Da bereits eine 220 Volt Leitung vorhanden war, war der elektrische Anschluss problemlos. Befestigt habe ich das Gerät mit langen Schrauben, die ich einfach brutal durch die Seitenwand gebohrt habe. Ich glaube nicht dass der Kühlschrank noch einmal anderweitig genutzt wird, da war mir das egal! Der Küchenblock sieht nun natürlich nicht mehr so einheitlich aus wie vorher, aber damit kann ich leben!

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