Testfahrt nach Ostfriesland

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Da wir nun den "neuen" Wohnwagen schon einige Zeit hier stehen hatten, war es endlich Zeit für eine Testfahrt, in der sich alle Neuerungen und das Fahrzeug selber bewähren sollten. Da Pfingsten in diesem Jahr (2017) so spät fiel, nämlich Anfang Juni, hatten wir uns das verlängerte Wochenende zur Testfahrt ausgesucht und noch einen Tag Urlaub angehängt. Vier Tage wollten wir also wegfahren. Aber wohin...?1 Da unser erklärtes Lieblingsziel das Meer ist, sollte es auch dort hingehen. Zuerst hatte ich die Idee nach Holland zu fahren, da das von uns aus "nur" 300 Kilometer sind, aber die Preise auf den dortigen Campingplätzen waren einfach unverschämt. Fährt man aber nur 50km weiter, kommt man auch schon an unsere deutsche Nordseeküste, genauer nach Ostfriesland. Hätte den Vorteil, dass es über das flache Land ginge, was für unser Gespann sicher erst einmal das beste wäre. Als Zielcampingplatz hatte ich uns "Camping am Deich" ausgesucht, da wollte ich schon immer mal hin. Der Platz ist in der 5-Sterne Kategorie angesiedelt und liegt in dem kleinen Örtchen Upleward in der Nähe von Emden. Wir reservierten schon recht früh und entschieden uns für einen "Komfort-Stellplatz", der eine eigene Versorgungssäule mit Strom-/Wasser- und Abwasseranschluss besitzt. Die Anreise verlief erstaunlich problemlos. Unser Kangoo wirkte ab und zu etwas angestrengt, zog das Gespann aber recht Souverän Richtung Norden. Ich konnte sogar längere Abschnitte im fünften Gang fahren. Der Platz erwies sich als Volltreffer. Er war zwar völlig ausgebucht, aber trotzdem erstaunlich ruhig. Die Lage unmittelbar hinter dem Deich zum Meer war phantastisch, die Sanitärgebäude modern und sehr sauber, die Infrastruktur mit Restaurant, Mini-Shop und Wellnessbereich gegeben und unsere Parzelle schön gelegen, mit halbhohen Hecken umgeben. Während der Fahrt hatte sich allerdings der Kühlschrank losgerüttelt und ein Scharnier einer Küchenklappe war gebrochen. Beide Defekte ließen sich durch einen Besuch beim OBI in Emden noch vor Ort reparieren. Ansonsten hat sich unser Wohnwagen sehr bewährt. Der zusätzliche Komfort wurde von uns sehr geschätzt, vor allem der kleine Toilettenraum war wirklich ein Gewinn. Der zusätzliche Platz und die vielen Staumöglichkeiten wurden auch gerne angenommen. Die Ableitung des Grauwassers direkt in den Kanal hat ebenfalls gut funktioniert. Da wir sehr viel Glück mit dem Wetter hatten, mussten wir die Heizung nicht in Betrieb nehmen. Das Innere des Wohnwagens war Tag und Nacht recht angenehm temperiert. Abends konnten wir dank der Verdunklungsrollos schlafen gehen, obwohl es noch hell draußen war. Das Bett empfanden wir als recht bequem und endlich mal ausreichend groß. Ansonsten hat alles funktioniert wie es sollte und wir haben uns sehr wohl gefühlt. Unser altes Vorzelt passte auch noch an den Wagen und auch das Sonnensegel haben wir einmal aufgespannt. Während unseres Aufenthalts besuchten wir Emden, den höchsten Leuchtturm Deutschlands in Campen, Greetsiel, den "Otto-Leuchtturm" in Pilsum, die Seehund-Aufzuchtstation in Norddeich und den schiefsten Turm der Welt in Suurhusen. Auf der Rückfahrt hatten wir stürmischen Wind genau von vorne, was für unseren Kangoo alles andere als einfach war. Ich konnte nur noch im vierten Gang fahren, musste an Steigungen gar in den dritten Gang schalten. Die Quittung war ein Verbrauch von 12 Litern - aber damit muss man wohl rechnen. Insgesamt war die Testfahrt ein voller Erfolg und wir haben uns sehr wohl gefühlt. Nun freuen wir uns schon auf weitere Fahrten mit unserem Schmuckstück!

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