Bau eines Stock-/Etagenbetts

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Eine der wichtigsten Ein- bzw. Umbauten am Wohnwagen ist der Umbau der kleinen Dinette zum Stockbett für die Kinder. Schließlich haben wir den Wohnwagen gekauft, damit wir alle darin Platz finden können. Um den Preis und das Gewicht niedrig zu halten habe ich als Bauholz einfach gehobeltes Holz aus heimischen Nadelbäumen gekauft. Die Dinette wurde abgebaut und die Deckel der Sitztruhen abgeschraubt. Nun habe ich vier Pfosten gesetzt, von denen sich drei direkt auf der Bodenplatte abstützen. Der vierte Pfosten befindet sich leider auf dem Radkasten, aber hier habe ich die Querstrebe verstärkt. Außerdem habe ich versucht möglichst viele Verschraubungspunkte mit den eingebauten Möbeln und Zwischenwänden zu finden, damit die Konstruktion möglichst stabil und steif bleibt. An Kopf- und Fußende befestigte ich nun schmale Bretter, die ebenfalls mit den Einbauten verschraubt wurden. An den Längsträgern des Betts befestigte ich Leisten. Auf diese wurden nun einzeln die Latten verschraubt, die ich vom ausgebauten Lattenrost des ehemaligen Festbetts aufgehoben hatte. Damit war das obere Bett im Prinzip fertig. Erstaunt war ich über die Stabilität dieser Konstruktion aus doch recht wenigen Einzelteilen. Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Steifigkeit des Wohnwagens noch etwas zugenommen hat. Beim Probeliegen mit einer provisorischen Matratze stellte sich dann heraus, dass es besser wäre das Bett noch 10 cm tiefer zu montieren. Das war dann auch noch relativ problemlos möglich. Nun konnten die Deckel der Sitztruhen angepasst und wieder montiert werden. Um über den Sitztruhen eine Aufstiegsleiter zu montieren, musste noch ein zweiter Pfosten gesetzt werden, ganz knapp vor dem Sitz. Nun konnte ich das untere Bett in Angriff nehmen. Der ursprüngliche Tisch der Dinette war zu groß, um für das untere Bett weiter benutzt werden zu können. Also wurde er in den Keller verbannt. Stattdessen habe ich auch unten einen kleinen Lattenrost montiert. Dieser stützt sich ebenfalls auf der Bodenplatte ab. Die Querstreben sind aus schmalen Brettern gefertigt, um sie extra stabil zu machen. Die langen Polster wurden nun geteilt. Die linken Polster haben ihre Überzüge behalten. Diese wurden umgeschlagen und nicht gekürzt, damit man später mal die Dinette relativ einfach wieder Rückbauen kann. Aus den Polstern entsteht so noch ein einzelner Sitz.  Die abgetrennten Polster für die Liegefläche bekamen einen Kinderspannbettlaken als Überzug. Zu guter Letzt konnte nun die Einstiegsstufe für das obere Bett angeschraubt werden. Nach Rücksprache mit meinem Sohn haben wir beschlossen, es bei einer Stufe zu belassen.

Die Matratze haben wir beim "Dänischen Bettenlager" gekauft. Es handelt sich um eine faltbare Gästematratze oder "Notbett". Mit 39,90 Euro ist sie noch gut bezahlbar und geradezu gemacht für das Stockbett. Die Breite beträgt nämlich genau 70cm und passt damit genau in mein selbstgebautes Bett. Für Standartmatratzen ist die Größe eher unüblich. Die Lange beträgt 190cm und ich musste deshalb gut 20cm abschneiden. Aber auch dies ist dank Bezügen mit Reißverschluss kein Problem. Der überhängende Teil des Bezugs wird einfach umgeschlagen und schon hat man eine ausreichend straffe und trotzdem komfortable, 7cm dicke Matratze im Kinderbett. Die Absturzsicherung ist eine einfache Konstruktion aus gehobelten Holzlatten. Aus Stabilitätsgründen habe ich sie mit drei senkrechten Stützen montiert - das sollte ausreichen.  

Da ich die einzelnen Bauteile immer gewogen habe, kann ich das Gewicht des Betts mit 24 Kilogramm angeben.

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