Erweiterung der Aussenbeleuchtung

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Unser Wohnwagen ist mit Baujahr 1989 freilich schon ein älteres Modell, das bald sogar Oldtimer Status haben könnte. "Damals" waren die Bestimmungen für die Beleuchtung von Anhängern noch nicht so streng wie heute und schon gar nicht EU-einheitlich geregelt. So hat unser Frankia, weil er (ganz knapp) unter 2,10 Meter breit ist, gar keine Begrenzungsleuchten. Er ist nur mit den serienmäßigen Rückleuchteneinheiten ausgestattet. Wenigstens hat jemand an den Seiten gelbe Reflektoren nachgerüstet. Sogar unser 87er Paradiso hatte schon vordere Begrenzungsleuchten... Da wir bei der Anreise in den Urlaub vorzugsweise nachts unterwegs sind, dachte ich mir es wäre besser unseren Wohnwagen für den übrigen Verkehr etwas sichtbarer zu machen. Deshalb habe ich vordere Begrenzungsleuchten in weiß und hintere Umrissleuchten in rot gekauft. Dabei habe ich nicht nur auf das mittlerweile nötige "E-Prüfzeichen" geachtet, sondern auch dass die Leuchten mit LED-Technik arbeiten. Sie verbrauchen damit viel weniger Energie und halten wahrscheinlich den Rest des Wohnwagenlebens. Außer dem E-Prüfzeichen sind natürlich die strengen Einbauregeln zu beachten! Diese kann man sich im Internet ergoogeln. An der Wohnwagenfront sind zulässig: zwei weiße Reflektoren ganz unten und außen, die nicht dreieckig sein dürfen. Dazu zwei weiße Begrenzungsleuchten, die bei Caravans bis zu einer Höhe von 2,10 Meter montiert werden dürfen. Ganz so hoch werde ich sie nicht einbauen, sondern zwischen Haltegriff und Oberkante Fenster. Die hinteren, roten Umrissleuchten müssen so hoch und weit außen montiert werden wie möglich.

Angefangen habe ich mit den weißen Reflektoren, die einfach aufgeklebt werden konnten. Dann habe ich die Positionen der zusätzlichen Leuchten genau ausgemessen und anschließend Löcher zur Durchführung der Kabel in den Wohnwagen gebohrt. Scheußliches Gefühl, aber es musste ja sein. Die Begrenzungsleuchten habe ich mit einem flexiblen Spezialkleber ähnlich "Sikaflex" aufgeklebt, damit ich keine weiteren Befestigungslöcher bohren musste. Die Masse bleibt auch nach Aushärtung flexibel und deshalb (hoffentlich) rissfrei und dicht. Im Innenraum habe ich kleine Anschlussdosen über die Kabelöffnungen gesetzt und hochwertige Klemmen zur elektrischen Verkabelung genommen. Der Anschluss an die Anhängerelektrik (Stand-/Abblendlicht) war dank einer bereits vorhandenen, üppigen Anschlussdose kein Problem. Die Positionsleuchten sind sehr hell und auffällig - erfüllen also hervorragend ihren Zweck.

Ebenfalls montiert wurde eine Vorzeltleuchte in LED-Technik. Diese wurde allerdings aus Gewichtsgründen angeschraubt und zusätzlich mit der Dichtmasse verklebt. Auch diese Lampe ist sehr hell und dürfte für das Vorzelt oder zur Beleuchtung unter dem Sonnensegel locker ausreichen. Die Vorzeltleuchte habe ich erst einmal provisorisch angeschlossen, weil ich sie eventuell noch dimmbar mache. Aber dafür brauche ich Erfahrungswerte von unserer ersten Fahrt mit dem Wohnwagen.

Nach der ersten Nachtfahrt war ich mit der zusätzlichen Beleuchtung recht zufrieden. Die vorderen Begrenzungsleuchten blenden zwar etwas im Rückspiegel, aber damit kann man leben. Mir fiel allerdings auf, dass viele modernere Caravans dritte Bremsleuchten haben, die man sehr gut sieht. Ich fand, dass dies auch für unseren Wohnwagen eine sehr gute Idee sei. Bei der Suche nach einer bezahlbaren, universellen und gut aussehenden dritten Bremsleuchte in LED-Technik wurde ich bei HELLA fündig. Die Leuchte aus der Serie "ValueFit" hat die Artikelnummer 2DA 357 015-001 und wird mit einem Montagerahmen geliefert. Sie ist etwa 38cm lang und besitzt 24 helle rote LEDs. Da ich möglichst wenig Löcher in meinen Wagen bohren wollte, habe ich den Rahmen wieder mit dem Karaosseriekleber (dauerelastisch) aufgeklebt. Das Loch für das Kabel musste ich dann natürlich bohren. Die Leuchte selber habe ich dann mit der gleichen Masse eingeklebt. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden! 

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