Maersk Line Containerschiff -Malte Maersk-

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Achtung: dies ist eine fiktive Geschichte: die Weltwirtschaftskrise der Jahre 2008/2009 machte sich vor allem im Transportwesen bemerkbar. Die Bahn legte lange Züge mit Containerwaggons still, Speditionen standen vor dem aus und bekannte Containerschiff-Reedereien wie z.B. Hapag-Lloyd sahen sich gezwungen Schiffe abzustoßen. Die Hapag-Lloyd AG beschloss deshalb im Sommer 2009 ihre neuen Containerschiffe "Colombo Express", „Kyoto Express“, „Chicago Express“, „Osaka Express“, „Tsingtao Express“ und „Hanover Express“ an den Branchenriesen Maersk Line auf unbestimmte Zeit zu verchartern. Die Schiffe wurden auf der konzerneigenen Werft in Odense neu lackiert und in "Malte Maersk", "Magnus Maersk", "Margrethe Maersk", "Matilda Maersk", "Mads Maersk" und "Mika Maersk" umgetauft. Sie wurden in die Flotte der Maersk Line als "M-Klasse" eingegliedert. Geschichte Ende.

Als Revell 2009 ankündigte ein modernes Containerschiff als Modell in 1:700 herauszubringen war ich sofort begeistert. Jedes zivile Schiffsmodell ist eine Bereicherung für die Sparte Schiffsmodellbau. Als herauskam, daß es die "Colombo Express" der Hapag-Lloyd werden sollte war ich regelrecht euphorisch. Bei einer Originallänge von 335,5 Metern sollte das in diesem Maßstab immerhin ein stattliches Modell von 48 cm ergeben. Wieveile Details man in diesem kleinen Maßstab jedoch zeigen könnte, blieb abzuwarten. Wie immer kaufte ich eins der ersten Exemplare. Vom Bausatz (von der viel zu großen Schachtel mal abgesehen), war ich recht begeistert. Wie immer bei Revell Modellen aus neuen Formen passte auch hier alles hervorragend. Beim Brückenaufbau staunte ich jedoch das eine oder andere Mal über die phantasievolle Bauteileaufteilung des Formenbauers, jedoch lässt sich alles relativ spaltfrei zusammensetzen. Relings gibt es natürlich keine, jedoch hat Revell selber dazu ein Ätzteilesatz im Angebot. Etwas "ärgerlich" ist die Tatsache, daß Revell das Schiff vollbeladen mit Containern darstellt, also mit maximaler Auslastung. Das dürfte in der Realität so gut wie niemals vorkommen. Ausserdem besteht die komplette Ladung nur aus Hapag-Lloyd Containern, also auch hier höchst unwahrscheinlich. Allerdings ist dieser Schritt aus Sicht des Herstellers durchaus nachvollziehbar, denn die komplette Beladung ist viel einfacher darstellbar als einzelne Container und die Lizenzen für die Beschriftungen fremder Reedereien / Speditionen für die Container kosten auch zusätzliches Geld. So überlässt Revell die Sache dem Zurüstmarkt und siehe da: schon gibt es nachgefertigte passende Containerblöcke aus Resin.

Was mir an der "Colombo Express" überhaupt nicht gefallen hat ist die Lackierung. Dieses triste Schwarz des Rumpfes erinnerte mich irgendwie an "das schwarze Schiff des Lord Vader..." Zu diesem Zeitpunkt sah ich zufällig im Fernsehen eine Dokumentation über das größte Containerschiff der Welt, die "Emma Maersk". Das war die Lösung...! Ich würde die "Colombo Express" einfach als "Emma Maersk" bauen. Ganz so einfach war das dann aber doch nicht, schließlich handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Schiffe und ich musste den Gedanken schnell wieder verwerfen. Allerdings gefiel mir die Lackierung der Maersk Flotte ausgesprochen gut und da ich eine ausgesprochene Affinität zu Dänemark habe, dachte ich mir die oben beschriebene Geschichte aus, die sich tatsächlich so hätte zutragen können. Die Eingliederung der "Express" Schiffe als Maersk "M-Klasse" passte ausserdem wie die Faust aufs Auge. Der Name des Schiffs "Malte Maersk" ist eine Hommage an meinen Sohn.

Ich musste feststellen, daß fast alle Schiffe der Maersk Line irgendwie unterschiedlich lackiert sind. Eins ist jedoch bei den moderneren Containerschiffen immer gleich: rotes Unterwasserschiff, hellblauer Rumpf, rotes Oberdeck, helle Aufbauten und schwarzer Schornstein. So suchte ich mir die schönsten Farben zusammen und lackierte mir mein persönliches Maersk Line Containerschiff. Das Modell soll den Zustand kurz nach verlassen der Werft zeigen, mit nagelneuer Lackierung und ohne Ladung. Eventuell werde ich später noch Relings und Resin-Container nachkaufen, jedoch steht das noch nicht fest. Aufgrund der Länge ist das Modell nicht so einfach zu fotografieren, ich hoffe ihr könnt die folgenden Bilder trotzdem genießen.

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