Laser Jolle 691604

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Lasst mich vorweg sagen, daß ich kein Segler bin und deshalb kaum Aussagen zur Vorbildtreue machen kann! Der Vergleich mit Bildern fällt allerdings sehr positiv aus! Was mir an Revell momentan besonders gefällt ist die Tatsache, daß man nun auch endlich mehr und mehr die Fans von zivilen Modellen zufriedenstellt. Eine Jolle als Kunststoffmodellbausatz in einem griffigen Maßstab hatte meines Wissens nach kaum jemand im Programm. Zugegebenermassen hat sich Revell wieder einmal eines sehr populären Vorbilds bedient. Die Laser Jolle gehört zu dem meisgesegelten Jollen weltweit und so wird sich auch dieses Modell sicher wieder gut verkaufen.

Das Modell entsteht aus völlig neuen Formen. Bislang war das alleine schon fast immer ein Grund sich für Revell zu entscheiden. Revell Modelle aus neuen Formen konnten es mit TamiHase & Co. meiner Meinung nach immer aufnehmen. Leider ist dies bei diesem Modell nicht ganz so gut gelungen. Die Spritzlinge sehen etwas unsauber aus, es gibt Fischhhaut und gerade an den ganz kleinen Teilen recht viel Grat, der erst mühsam entfernt werden muss. Da allerdings die Passgenauigkeit stimmt, kann man das noch hinnehmen. Der große Decalbogen erlaubt den Bau verschiedener Regattaversionen und individueller Nummerierungen. Selbstverständlich gibt es ausserdem alle nötigen Beschriftungen in sehr guter Qualität. Das Segel ist tiefgezogen, was ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Man muss das Teil erst ausschneiden, was für etwas Ärger sorgen könnte. Ansonsten besteht das Boot nur aus einer Handvoll Teilen, die auf zwei Spritzlinge verteilt sind. Viele der filigranen Beschläge sind separat ausgeführt, auch wenn man sie direkt an den Rumpf hätte spritzen können. Bin noch nicht ganz so überzeugt ob mir das gefällt. Ein wenig habe ich den Eindruck, daß man die Anzahl der Teile in die Höhe treiben wollte... Nundenn, an so einer Jolle ist ja nicht so besonders viel dran.

Sehr schön finde ich den beiliegenden Trailer (ich glaube sowas nennt man "Slipwagen"), auf dem man das Boot präsentieren kann. Wahlweise kann man den Trailer auch als festen Ständer bauen, so daß man auch das eingesteckte Schwert sehen kann.

Der Bau ist recht einfach, lediglich die vielen Kleinteile "nerven" ein wenig. Das Rigg ist ja recht einfach, jedoch aus der Bauanleitung nicht immer hundertprozentig ersichtlich. Mit ein wenig Recherche im Internet wird man jedoch schnell fündig. Insgesamt ein nettes kleines Modell in einem sehr interessanten Maßstab. Bei 1:18 dürftte man auch mit Figuren und Fahrzeugen ein schönes Diorama hinbekommen. Das Modell dürfte zudem sicher das eine oder andere Vereinshaus schmücken...

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