Unimog Expeditions Wohnmobil

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Heute möchte ich euch einen Umbau der besonderen Art vorstellen! Ich bin großer Unimog Fan. Ein großer Lebenstraum von mir ist es einmal einen Unimog zum Expeditions-Wohnmobil umzubauen. Wahrlich kein einfaches Projekt. Irgendwann kam ich beim Stöbern im Internet auf die Idee als Basis einen ausgemusterten Bundeswehr Unimog von der Vebeg zu benutzen. Ich habe die Sache dann noch etwas weitergesponnen und einen kompletten Ausbau durchgeplant. Als Modellbauer kam mir dann die Idee ein Modell von dem geplanten Fahrzeug zu bauen.

Als Basis dient der LKW 2t mil gl Bausatz von Revell in 1:35. Der einigermaßen anspruchsvolle Bausatz ist übrigens einfach eine herunterskalierte Version des 1:24 Kits aus dem gleichen Hause. Das hat mich beim Bau einigermaßen überrascht, aber das muss ja nichts bedeuten, ausser daß man die Fehler des 1:24 Kits nun auch im 1:35 Bausatz hat, z.B. diese dämlichen Passnasen an der Winschutzscheibe... Aber egal.

Der Kofferaufbau ist komplett scratch aus 1mm PS-Platten. Es handelt sich bei diesem Modell nur um eine Machbarkeitsstudie im Sinne eines Architekturmodells. Deshalb gibt es Vereinfachungen im Detail, wobei ich es mir als Modellbauer nicht habe nehmen lassen das eine oder andere Detail einzubauen. Aber bitte seht das Modell in diesem Sinne und nicht als akribischen Nachbau - danke!

Wie bereits erwähnt ist das Basisfahrzeug ein ehemaliger Bundeswehr Unimog. Um das zu verdeutlichen habe ich das Basisfahrzeug in Nato Oliv lackiert. In der Realität würde er sicher nicht diesen Farbton behalten, aber dies ist ja nur ein Anschauungsmodell. Entworfen wurde das Fahrzeug für zwei Erwachsene und ein Kind oder drei Erwachsene die sich gut verstehen.  

Die Kabine besteht aus einem Stahlgerüst und ist mit Sandwichplatten beplankt. Die 45-Grad Abschrägung hinten dient dem Erhalt der Geländegängikeit des Unimogs, in diesem Falle also dem hinteren Böschungswinkel. Die Abmessungen der Kabine betragen: L-3,55m. B-2,30m und H-1,90m. Die Aufbautür öffnet nach innen. Das ist ungewöhnlich, aber praktisch z.B. auf engen Fähren. Ausserdem lässt sich die Tür so einfacher von innen gegen Einbruch sichern.  

Die Fenster sind extra hoch angebracht, damit man von aussen nicht ohne Hilfsmittel herankommt. Man kann sie zum Lüften öffnen. Die Einstiegsleiter befindet sich am Heck des Fahrzeugs und wird im Stand unter der Aufbautür eingehängt.  

Auf dem Dach befinden sich zwecks Lüftung zwei Dachhauben, eine im Bereich der Sitzgruppe, eine in der Naßzelle. Ein Solarpaneel unterstützt die Ladung der Aufbaubatterie.  

Der Eingang in den Aufbau führt genau durch die Naßzelle. Das hat zwei Vorteile: erstens spart man sich so einen separaten Platz für die Tür und zweitens kann man bei schlechtem Wetter die nasse oder schmutzige Bekleidung direkt in der Naßzelle ausziehen und aufhängen. Der Naßzelle gegenüber ist die Küche mit eigenem Fenster. Sie besitzt ein Spülbecken und einen dreiflammigen Gaskocher. Die Gasflasche (11kg) befindet sich unten im Schrank links daneben. Darüber befindet sich der Kühlschrank, so daß man sich nicht dauernd zu bücken braucht. Unter Spüle/Herd ist Stauraum für Töpfe, Geschirr etc.  

Die hintere Sitzgruppe bietet Platz für sechs Personen. Da hier Stehhöhe irrelevant ist befindet sich die Sitzgruppe auf einem 35cm hohen Podest. Unter dem Podest befinden sich die Aufbaubatterie sowie der Frisch- und Abwassertank, die so frostsicher sind. Ausserdem ist hier Stauraum vorhanden, der auch von aussen durch Klappen zugänglich ist. Der Tisch lässt sich herunterklappen und zusammen mit den Sitzpolstern kann man ein Bett von 2,10mx1,75m bauen. Die Sitzbänke dienen ebenfalls als Stauraum.  

Zwischen Naßzelle und Sitzgruppe befindet sich der 60cm breite Kleiderschrank. Im unteren Teil ist die Dieselheizung untergebracht, die ausserdem für Warmwasser sorgt. Die Aufbauelektrik befindet sich ebenfalls hier.  

In der Naßzelle befindet sich eine ausreichend große Kassettentoilette - so viel Luxus muss sein! Auf der anderen Seite ist ein klappbares Waschbecken und ein großer Spiegel. Die Naßzelle ist vom Rest des Wohnraums durch eine Falttür abgetrennt. Eine Warmwasserdusche bietet einen Hauch von Luxus. Der Boden der Naßzelle ist dafür als Duschtasse ausgeformt.

 

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