Tamiya -Neo Fighter-

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Tamiya Neo Fighter (Neo Mighty Frog), Modellnummer: 58587

Mal ein ganz neues Modell in meiner Sammlung. Das Modell kam im Jahr 2014 auf den Markt und hat mir sofort gefallen! Das schlanke, fast röhrenförmige Design erinnert an die alten Buggies aus den 80ern. Tatsächlich hat dieser Buggy Designelemente des berühmten "Frog" aus dem Jahr 1983. Er ist sozusagen eine Hommage an das berühmte klassische Fahrzeug. Auf dem asiatischen Markt hat er deshalb sogar den Namen "Neo Mighty Frog" bekommen. Auf dem westlichen Markt heisst er jedoch schlicht "Neo Fighter".

Der Neo Fighter ist als Einsteigerfahrzeug gedacht. Er besitzt mit dem "DT-03" die bereits dritte Generation des erfolgreichen Einsteigerchassis von Tamiya. Der offensichtlichste Unterschied zum "DT-02" Chassis ist der verlängerte Radstand, der das Fahrzeug sehr langestreckt wirken lässt. Das soll für eine bessere Fahrstabilität sorgen. Die nächste Auffälligkeit ist das zweigeteilte "Monocoque Chassis", welches den Akku und die RC-Elektronik auf zwei "Etagen" aufnimmt.

Der Neo Fighter ist recht komplett ausgestattet. Neben einem "Torque Tuned" Elektromotor (Brushed) der Baugröße 540 ist der Bausatz zusätzlich noch mit Öldruckstoßdämpfern und einem elektronischen Fahrtregler ausgestattet, der sowohl mit Brushless- als auch Brushed-Motoren genutzt werden kann. Bedenkt man dazu den Straßenpreis von rund um die 60 Euro, so kann man schon von einem Schnäppchen sprechen. Der Aufbau gelingt wie immer bei Tamiya recht einfach mit der hervorragenden Bauanleitung. Auch die Zielgruppe der Anfänger dürfte keine größeren Probleme haben. Etwas knifflig ist das Ausschneiden der Lexankarosserie, hier speziell der Heckflügel. Eine gute, scharfe Schere für kleine Kurvenradien ist hier dringend nötig. Bei der Lackierung habe ich mich entgegen meiner sonstigen Überzeugung gegen "Box Art" entschieden. Man hat bei den Aufklebern die Wahl zwischen "Neo Fighter" oder "Neo Frog". Aus nostalgischen Gründen habe ich mich für den Frog entschieden. Und ein Frosch muss einfach grün sein, da geht kein Weg dran vorbei... :-) Als farblichen Akzent habe ich die unteren Seitenteile schwarz lackiert. Mit der Optik bin ich jedenfalls sehr zufrieden.

Der Fahrtest fand auf gepflasterten Wegen und auf einem Schotterparkplatz statt. Um die weichen Originalreifen zu schonen, habe ich die alten Reifen vom "Sand Rover" montiert. Da diese von einem DT-02 Chassis stammen, sind sie voll kompatibel. Als erstes fällt auf, wie schnell der Neo Fighter ist. Klar, er ist keine "Rakete", aber langsam ist er nun wirklich nicht. Als zweites fällt auf, wie ruhig das Fahrzeug liegt. Kleinere Fahrbahnunebenheiten merkt man kaum. Auch größere Stöße erzeugen nur ein kleines Zucken, das sich wunderbar abfangen lässt. Das lange Fahrwerk mit den ölgedämpften Federelementen macht hier ganze Arbeit. Momentan schiebt er bei höherer Geschwindigkeit noch stark über die Vorderräder, aber das liegt sicher zum Teil an den harten Vorderreifen vom Sand Rover. Ein wenig Gas wegnehmen hilft jedenfalls sofort. Auf dem Schotterparklatz, gespickt mit tiefen Schlaglöchern, schlägt er sich tapfer. Nur bei sehr tiefen Löchern kommt er an seine Grenzen, einmal habe ich ihn sogar auf´s Dach gelegt... Das Spurverhalten ist auch hier recht gut. Sprünge macht er sehr gut ausbalanciert und kommt meist auf allen vieren wieder auf. Dabei schlägt das Chassis jedoch hart auf. Deshalb habe ich die Federbeine vorne an der unteren Schwinge an die inneren Aufnahmen geschraubt. Das ergibt zwar nur wenige Millimeter mehr Höhe, aber besser als nichts. Insgesamt bin ich mit den Fahreigenschaften sehr zufrieden. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr viel Spaß machen könnte mit diesem Fahrzeug am "Tamiya Fighter Cup" teilzunehmen. Für mich wäre das allerdings nichts.

 

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