Cessna 210 Centurion

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Kyosho Minium Cessna 210 Centurion, Modellnummer: 10651RS-BL

Als Kyosho 2007 die Minium Serie herausbrachte, war dies eine kleine Sensation. Hier hatte man ein kleines, sehr leichtes Modell, daß nicht nur sehr einfach zu fliegen war, sondern auch bezahlbar und mit modernster Technik ausgestattet. Gedacht war die Serie eigentlich als Hallenflugmodell, aber die meisten Leute werden ihre Miniums wohl mangels Halle draussen fliegen. Die Cessna und eine Citabria machten den Anfang. Ein Jahr später folgten noch ein Fly Baby und eine Piper, die sogar über Querruder verfügt. Mittlerweile gibt es eine ganze Minium-Serie, ein Modell schöner als das andere.

Was ist denn nun so sensationell an dem Modell? Da wäre zuerst die topmoderne Fernsteuerung, die mit der neuen 2,4 GHz Technologie ausgestattet ist und somit Gedanken über Störungen und Quarzwechsel überflüssig macht. Der Antriebsakku ist ein winziger Lithium-Polymer (LiPo) Typ, der im Displayständer aufgeladen wird. Die Steuerung des Modells über Motordrossel, Höhenruder uns Seitenruder ist voll proportional. Und zu guter Letzt: das gesamte Modell wiegt flugfertig nur 18 Gramm!!! Das ist weniger als ein Standartbrief.

Nimmt man das federleichte und sehr kleine Modell aus der Verpackung, so macht es einen sehr zerbrechlichen Eindruck. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Erstens ist das geschäumte Material sehr zäh und zweitens entwickeln 18 Gramm bei Abstürzen einfach nicht genug Energie um zerstörerisch zu wirken. Vier Batterien (AA) kommen jeweils in den Sender und in das Ladegerät, das gleichzeitig als Displayständer dient (originelle Lösung). Der Akku braucht für eine volle Ladung etwa 30 Minuten, je nach Zustand der Batterien. Wenn die LED aufhört zu blinken ist der Akku voll. Die Maschine ist einer Cessna 210 nachempfunden und sogar von Cessna offiziell Lizensiert. Dadurch ist das Modell zwar nett anzusehen, aber ein Scale-Modell, wie so oft in der Werbung versprochen, ist es deshalb noch lange nicht.

Was einem sofort auffällt, ist der gewaltige Motorsturz. Das sieht aus als wenn die Propellerwelle verbogen wäre. In der Tat ist dies aber Absicht und für die Flugeigenschaften auch dringend notwendig.

Ist der Akku geladen, so wird er mittels Klettband an der Unterseite des Rumpfes befestigt (vorher die Fernsteuerung einschalten) und eingesteckt. Die Elektronik initialisiert sich nun und erstellt eine Verbindung mit der Fernsteuerung. Dann kann man loslegen. Fängt das Flugzeug leise an zu piepen, so ist der Kontakt mit der Fernsteuerung nicht zustande gekommen.

Um es vorwegzunehmen: die Cessna ist kinderleicht zu fliegen und trotzdem kein Kinderspielzeug, sondern ein ernstzunehmendes Flugmodell. Jeder, der ein wenig Erfahrung mit ferngesteuerten Modell hat, sollte hiermit fliegen lernen können. Bei einem Gesamtgewicht von nur 18 Gramm sollte man sich freilich einen völlig windstillen Tag aussuchen. Früh- und Abendstunden eigenen sich besonders gut. Das Modell hat durchaus genug Pepp um einen Bodenstart zu machen. Das Bugfahrwerk ist zwar nicht lenkbar, aber das macht gar nichts. Ganz am Anfang sollte man am besten über einer Wiese mit höherem Gras fliegen. Kommt man mit den Kontrollen durcheinander, lässt man die Maschine einfach ins Gras plumpsen. Dabei passiert gar nichts - einfach aufsammeln und weiterfliegen. Das Modell lässt sich sehr langsam fliegen und ist deshalb so anfängerfreundlich. Man hat einfach genug Zeit um zu reagieren. Schöne, kontrollierte Landungen sind ebenfalls möglich, wobei das Modell jedoch dazu neigt mit dem Bugfahrwerk zuerst aufzukommen. Deshalb habe ich bei meiner Maschine schon eine kleine Versärkung angebracht. Am besten mal fliegt mit etwas Schleppgas an, damit man beim Aufsetzen die Nase vernünftig hochbekommt. Mit zunehmder Erfahrung kann man auch Loopings machen, sogar von Rückenflug ist schon berichtet worden. Es kann sogat Spaß machen bei ganz leichtem Wind zu fliegen und die Böen auszusteuern. Das Flugbild der Cessna ist traumhaft schön. Am liebsten fliege ich auf Augehöhe langsam vorbei und genieße einfach die Sicht aufs Modell. Man sollte mit dem Modell übrigens nicht allzuweit weg fliegen. Erstens ist es sehr klein und man kann die Fluglage schon schnell nicht mehr richtig einschätzen und zweitens ist die Reichweite recht gering, da es sich ja eigentlich um ein Hallenflugmodell handelt. Fliegt das Modell ausser Reichweite, so stellen sich alle Ruder auf Mittelstellung und der Motor geht aus. Die Flugzeit beträgt ca. 10 bis 15 Minuten, je nachdem wie oft man Vollgas geflogen ist. Bei Unterschreitung einer gewissen Spannung geht der Motor aus, das Modell bleibt jedoch voll steuerbar. Man kann dann noch zu einer mehr oder weniger eleganten Landung gleiten und das Modell wieder einsammeln. Danach hat es sich eine kleine Pause zur Abkühlung verdient, bevor der Akku wieder geladen wird.

Nach mittlerweile zahllosen Akkuladungen wird mir das Modell immer noch nicht langweilig und ich kann es aus meiner Erfahrung nur wärmstens weiterempfehlen. Gerade für Fluganfänger, die möglichst schnell einen Erfolg haben wolen.

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