Ultralight -Sky Rally-

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Mein erstes Modell, mit dem ich richtig flog, war das Ultralight-Modell "Sky Rally" von Kyosho, daß damals von Graupner vertrieben wurde. Es kam 1995 auf den Markt und war schon bald wieder verschwunden. Es handelt sich um ein Modell einer typischen Maschine aus der frühen Ära der Tuch-und-Rohr Ultralights. Typische Vertreter waren beispielsweise die "Mirage" oder "Quicksilver".

Ein konkretes Vorbild für dieses Modell gibt es nicht, es ist vielmehr als vorbildähnlich anzusehen. Die "Sky Rally" ist mit einem Zweitakt Benzinmotor der "049" Klasse ausgestattet. Der Dragonfly Motor der Firma "Cox" hat ca. 0,8 Kubikzentimeter Hubraum, einen recht großen Tank für etwa 6 Minuten Flugzeit und eine Leerlaufdrehzal von ca 20.000 U/min. Der Motor lässt sich ein wenig über einen Schieber am Auspuff drosseln, aber dies war nicht als Fernsteueroption vorgesehen. Zur Steuerung waren Höhen- und Seitenruder vorgesehen. Der Motor lief ohne Steuerung einfach bis der Tank leer war - dann wurde zur Landung gesegelt. Die Bedienung des kleinen Motors war zwar nicht kompliziert, aber eine sehr schmierige Angelegenheit. Der Tank wurde per Spritze und Kanüle mit einer Spazialmischung gefüllt. Dann musste der Glühkopf des Motors mittels einer separaten Batterie vorgeglüht werden. Danach den Motor mittels des eingebauten Federstarters anwerfen und ab ging die Post. Die Lautstärke war nicht von schlechten Eltern, aber irgendwie nett anzuhören... Vom Sprit wurde das wenigste verbrannt, sondern ein Großteil zu Schmierungs- und Kühlungszwecken zum Auspuff wieder rausgespritzt und vom Luftstrom des Propellers gleichmäßig über das gesamte Heck verteilt. Das war immer eine RIESENSAUEREI!!! Der kleine Flieger wurde am Besten aus der Hand gestartet, aber auch für einen Bodenstart hatte der Motor genug Pep. Die Fluggeschwindigkeit war vorbildgetreu niedrig, so daß ein Anfänger genug Zeit zum Reagieren hatte. Nach ca. sechs Minuten war der Tank leer und man sollte genug Höhe gewonnen haben, um das Modell im Gleitflug zurückzuführen. Aber genau hierin lag ein großes Manko des Modells: bei einem vermurksten Landeanflug gab es zu schnell Bruch, da man nicht mehr durchstarten konnte. Die weichen Alurohre verbogen sich allzuleicht und auch die Tragflächen aus Styropor, sowie der Batteriekasten aus dünnem Plastik hatten schon bald erhebliche Crashschäden. Diese Tatsache und die Sauerei mit dem Sprit führten dazu, daß ich das Modell nicht allzuoft flog. Schon nach relativ kurzer Zeit baute ich die RC-Komponenten wieder aus und schwor mir nur noch Elektromodelle zu bauen...

 

Mit diesem Modell habe ich noch etwas vor: dank neuer Motoren- und Akkutechnologie wäre es mittlerweile möglich das Flugzeug auf Brushless-Antrieb umzubauen und damit elektrisch zu fliegen. Fest vorgenommen habe ich es mir, ein Zeitpunkt dafür habe ich noch nicht.

 

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