Inspriationen auf der Campingmesse

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Auf der Caravan Messe in Düsseldorf habe ich mich gründlich über das Thema "Camping mit dem Hochdachkombi" informiert. Dabei habe ich mich natürlich besonders bei Renault umgesehen. Renault hat das "Carpe Diem easy" Paket für den Kangoo vorgestellt. Dieses stellt eine vereinfachte Version den originalen Carpe Diem Pakets dar. Viele Kunden wollten einfach nur das Bett haben, ohne den Tisch oder die Sitzgelegenheit im Heck. Ausserdem konnte man das Carpe Diem Paket nicht in den Kangoo 4x4 und nicht bei Fahrzeugen mit Anhängekupplung einbauen, da der Platz unter dem Kofferraumboden für eine Zusatzwanne gebraucht wird. Das easy Paket besteht also nun "nur" noch aus einem Bett, den Verdunklungsrollos und einem Taschenset, das genau unter das Fußteil des Betts passt. Daher kann man das Carpe Diem easy Paket mit jedem Kangoo verwenden. Sensationell der Preis des Betts: 399,- Euro. Dafür bekommt man ein gut durchdachtes, stabiles und klein zusammenfaltbares Bettsystem. Für die sehr gut gemachten Rollos sind nochmal 139,- Euro fällig, für das Taschenset 99,-. Für insgesamt 637,- Euro ist man also sofort startklar. Vertrieben wird das Paket über jeden Renault-Händler. Also eine sehr interessante Alternative zum originalen Carpe Diem Ausbau. Ich hatte die Möglichkeit zum Probeliegen. Der verwendete Schaumstoff ist ausreichend fest und trotzdem überraschend bequem. Und das obwohl das Bett recht dünn erscheint. Etwas gewagt kam mir die Unterkonstruktion im Fußraum vor, aber kein Problem - das Ganze ist dann doch recht stabil.

Volkswagen überraschte mit einer sehr gelungenen Campingausstattung auf Basis des Caddy Life. Der "Tramper" ist fast schon ein vollwertiges Wohnmobil. Wie immer bei VW ist das System hochwertig, sehr gut durchdacht, funktionell und heftig teuer. VW setzt beim Bett auf eine faltbare Stahlrohrkonstruktion ähnlich einer Campingliege. Diese verschwindet zusammengefaltet vollständig im Kofferraum. Die Verdunklungsvorhänge sind wie aus einem Guß und kleiden die Kopfhälfte des Betts komplett ein. Eine Leselampe und zwei Spots für die geöffnete Heckklappe sind inklusive. Damit man nicht die Batterie leernuckelt ist ein Spannungswächter verbaut. Sehr gut gefallen haben mir die Taschen, die im Kofferraumbereich genau in die Fenster passen und den dort vorhandenen Raum nutzen!!! Ebenfalls sehr schön ist das optionale Heckzelt mit dem Maßen 2x2,3m. Die Campingausstattung ist für 1612,40 Euro zu haben (das heftige Aussendesign inklusive), das Heckzelt kostet 446,60 Euro extra. Ebenfalls erhältlich ist eine passende falt-/rollbare Tisch-/Stuhlkombination für 249,40 Euro und ein großes Glas/Panoramadach mit Rollo für 777,20 Euro. Rechnen wir mal ein bißchen herum! Mein Kangoo käme mit dem Carpe Diem easy Paket auf ca. 15.600 Euro. Mit dem klassischen Carpe Diem Paket kommen wir auf ca. 16.200 Euro. Ein vergleichbarer Caddy Life mit der Tramper Ausstattung (ohne Heckzelt, Tisch/Stuhl, Glasdach) würde ca. 20.400 Euro kosten. Das zeigt leider mal wieder, daß VW mittlerweile preislich in einer ganz anderen Liga spielt. Trotzdem war der Tramper DIE Überraschung der Messe für mich und ein sehr attraktives, gut durchdachtes Konzept. Leider war der Tramper heftigst umlagert, weshalb ich keine guten Fotos vom Innenraum machen konnte. Ein Probeliegen oder Auf-/Abbau des Betts war gar wegen des Andrangs völlig unmöglich.

 

Ford zeigte einen Tourneo Connect mit Westfalia "Van Conversion CampModul". Der modulare Aufbau besteht aus Schienen, die am Kofferraumboden befestigt sind. Darauf kann man entweder zwei zusätzliche Sitze montieren oder aber einen Küchenblock mit integriertem Faltbett. Den Küchenblock fand ich noch recht nett, aber das Faltbett ist viel zu hoch!!! Es liegt von Niveau her über den Lehnen der Vordersitze. Man dürfte Schwierigkeiten haben durch die Seitentüren einzusteigen... Ausserdem wäre mir der Platz zwischen Bett und Dach zu eng. Sehr schön fand ich hingegen das Heckzelt mit den Maßen 2,4x2,4m! Man kann mit dem Fahrzeugheck hineinfahren und die Heckklappe im Innern öffenen. Das Zelt kann aufgebaut auf dem Campingplatz verbleiben, wenn man mal mit dem Auto wegfahren möchte. Über Preise konnte ich nichts in Erfahrung bringen, diese sollen aber ziemlich heftig sein. Insgesamt eine interessante, aber meiner Meinung nach die schwächste Lösung.

 

Citroen zeigte wieder das fantastische ZOOOM-Wohnmobil auf Berlingo Basis, das ich bereits auf der Einleitungsseite vorgestellt habe. Opel und Peugeot waren auf der Messe nicht vertreten. Fiat hatte zwar einen großen Stand, aber vom Doblo war nichts zu sehen. Es wurden auf der Messe noch ein paar Küchenmodule gezeigt, die im Kofferraum eines Hochdachkombis Platz haben. Diese fand ich aber preislich recht unattraktiv. Eine ganz interessante Sache war ein Heckzelt für die Kofferraumklappe, das als Duschkabine gedacht war. Zur Nutzung als Vorzelt war es aber zu klein.

 

 

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