Fiat Punto 1,2 SX

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Dieser Bericht soll all jene ansprechen, die auch einen Fiat Punto besitzen oder den Kauf eines solchen in Erwägung ziehen. Da ich meinen Punto Ende des Jahres 2001 gekauft habe, habe ich die meisten Preise noch in DM angegeben.

Warum Fiat Punto?
Ende des Jahres 2001 näherte sich der TÜV-Termin meines betagten VW Golf II unerbittlich. Mit mittlerweile weit über 200.000 km auf dem Tacho neigte sich die Lebensdauer dieses treuen Wagens dem Ende zu und die für den TÜV notwendig gewordenen Reparaturen überstiegen den Restwert des Autos bei weitem, obwohl es sich um ein sehr gepflegtes Fahrzeug handelte. Also schaute ich mich auf dem Markt nach einem neuen Auto um. Einen Neuwagen hatte ich eigentlich nicht in Erwägung gezogen, aber dann fiel mir eine Anzeige von Fiat auf: "Wir geben Ihnen mindestens DM 4000,- für ihren Gebrauchten beim Kauf eines neuen Fiat Punto". Hmmmm, Fiat?? Bei DEM schlechten Ruf, den Fiat hat? Aber warum eigentlich nicht? Schließlich waren DM 4000,- etwa achtmal mehr, als mein Golf noch wert war und ein sehr großes Fiat-Autohaus befand sich direkt um die Ecke (ein VW-Händer übrigens auch...). Ich beschloss, vorurteilsfrei an die Sache heranzugehen und vereinbarte einen Termin zur Probefahrt. Diese verlief äusserst zufriedenstellend und das anschließende Beratungsgespräch auch. Nach dem Gespräch ging ich direkt eine Straße weiter zum VW-Händler und präsentierte auch ihm die Fakten. Aber er konnte (oder wollte??) mir nicht annähernd ein so gutes Angebot machen. Nachdem ich mich in Zeitschriften und im Internet gründlich informiert hatte, beschloss ich Nägel mit Köpfen zu machen. Die Fachpresse war voller Lob über den neuen Punto und die Mängel des Vorgängers, vor allem was die Qualität anbelangt, hatte Fiat angeblich endlich im Griff. Mein Fiat Händler machte mir dann folgendes Angebot: einen Fiat Punto 1,2 SX in Theseus-Blau als Dreitürer mit Tageszulassung. Neuwagenwert: DM 23.500,-. Für die Tageszulassung und dafür, daß der Wagen schon über ein Jahr auf dem Hof stand, würde man mir einen Rabatt von DM 3500,- einräumen. Abzüglich der Prämie von DM 4000,- für den Golf bot man mir den nagelneuen Wagen also für DM 16.000,- an. Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen und nahm das Angebot an. Im November 2001 konnte ich meinen neuen Punto dann abholen.

Angaben zum Fahrzeug:
Fiat Punto 1,2 in SX-Ausstattung
Farbe: Theseus Blau (metallic-Lack)
Erstzulassung: April 2000
Hubraum: 1242 ccm
Leistung: 44 kW (60 PS) bei 5000 U/min
Eingetragene Vmax: 155 km/h
L: 3,80m B: 1,66m H: 1,48m
Leergewicht: 935kg, Max. Gewicht: 1370kg
G-Kat, Schadstoffarm D4 (steuerbegünstigt / steuerfrei)
Anhängelast: 400 / 1000 kg
Reifen: 165/70 R 14
Inspektionsintervall: 20.000km oder 1 Jahr
zwei Jahre Vollgarantie
Besonders üppig die Serienausstattung des SX-Modells: vier Airbags (Fahrer-, Beifahrer-, sowie Seitenairbags), Gurtstraffer, ABS, Projektionsscheinwerfer, Colorverglasung, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, zweistufige elektrische Servolenkung, Drehzahlmesser, Uhr, Bordcomputer, höhenverstellbarer Fahrersitz, höhenverstellbares Lenkrad, Fünfganggetriebe, Heckklappe vom Fahrersitz zu öffnen, Kopfstützen hinten, asymetrisch geteilt umklappbare Rückbank, ausstellbare Heckfenster, verstellbare Lendenwirbelstütze am Fahrersitz
Kostenpflichtige Sonderausstattung meines Wagens: metallic-Lackierung, Radiovorbereitung (Verkabelung, Radioschacht und Lautsprecher), Handyvorbereitung

Kaufargumente:
Neben dem sagenhaften Angebot, daß mir mein Fiat Händler machen konnte, war es vor allem die Probefahrt, die mich zum Kauf veranlasst hat. Das Auto fährt sich so gar nicht wie ein Kleinwagen. Andererseits ist sich die Fachpresse einig, daß der Fiat Punto den Kleinwagenbereich mittlerweile verlassen hat - was man natürlich gerne hört...! Aber auch aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten macht der Punto eine gute Figur. Der Preis ist für die gebotene Serienausstattung sehr fair, der Verbrauch (Super Bleifrei) pendelt sich im Stadtverkehr zwischen 7 und 8 Litern ein und der Wagen ist wegen Erfüllung der Abgasnorm D4 durch die staatliche Förderung mehrere Jahre steuerbefreit. Alles Argumente die für den Punto sprechen. Der Verbrauch lässt sich im langsamen Landstraßenverkehr sogar bis auf fünf Liter drücken (gemessen in Dänemark über einen Zeitraum von zwei Wochen). Natürlich waren auch die vielen vielen positiven Testberichte in der Fachpresse ein Kaufgrund, genau wie die umfangreiche Sicherheitsausstattung. Vier Airbags waren bei einem Fahrzeug dieser Klasse damals nicht üblich (kurz darauf waren es serienmäßig sogar sechs Airbags). Beim ADAC Crashtest war der Punto zusammen mit dem Opel Corsa der sicherste seiner Klasse und bekam vier von vier Sternen, plus einen Extrastern für den Seitencrash. Aber auch der Geschmack spielt letztendlich eine Rolle! Natürlich lässt sich über Design vortrefflich streiten, aber eins ist gewiss: der Fiat Punto hebt sich erfrischend von "Einheitsbrei" ab. Dabei muss man aber zwischen Drei- und Fünftürer unterscheiden: der Fünftürer hat eine ganz andere Karosserieform im Heckbereich. Das mag einem auf den ersten Blick nicht auffallen, aber von der Hinterkante der Fahrertür rückwärts ist der Fünftürer im Grunde genommen ein ganz anderes Auto. Gefallen finde ich am Fünftürer übrigens nicht.

Erfahrungen:
Als erstes muss ich sagen, daß ich mit dem Punto zufrieden bin. Die bisher sprichwörtlich schlechte Fiat-Qualität kann ich hier so nicht bestätigen, allerdings sollte man keine Verarbeitung auf VW-Niveau erwarten. Nach Auslieferung mussten nur ein paar Kleinigkeiten nachgebessert werden: eine Zierleiste machte sich selbstständig und ein Kratzer wurde ausgebessert - ausserdem bekam ich einen neuen Radioschacht, da an meinem schonmal herumgefeilt (!?) wurde. Das Auto hatte bei Auslieferung übrigens genau 4km auf dem Tacho. Das Fahrwerk ist angenehm straff - die Straßenlage ist schon fast sportlich. Wenn man will, kann man ordentliche Kurvengeschwindigkeiten erreichen... Das griffige und nicht zu große Lenkrad, sowie die angenehme Servolenkung helfen einem dabei. Allerdings neigt die Hinterachse beim Überfahren von Bodenwellen zum Poltern, abgesehen von den anderen seltsamen Geräuschen die das Auto bei Bodenwellen macht. Ansonsten halten sich Klappergeräusche angenehm zurück - die Verarbeitung ist eben doch deutlich besser als früher! Der Tacho nimmt es mit der Geschwindigkeit wohl nicht so genau, denn obwohl "nur" 155 km/h eingetragen sind, kann man auf ebener Strecke eigentlich immer über 160 Sachen erreichen (laut Tacho). Der Motor dreht dann dank des langen 5ten Ganges angenehm niedrig. Übrigens ist der fünfte Gang ein wenig zu lang geraten, denn an Steigungen muss man schnell zurückschalten - allerdings ist der Motor natürlich auch kein Durchzugswunder - schließlich hat er ja nur 1,2 Liter Hubraum. Trotzdem fühle ich mich nie untermotorisiert. Der Geräuschpegel ist auch bei höheren Geschwindigkeiten schön niedrig und man kann sich ohne Brüllerei unterhalten. An langen Autobahngefällen können auch schonmal 190 auf dem Tacho stehen - unsicher fühlt man sich dabei nicht!

Was wirklich nervt ist der Schiebebetrieb im ersten Gang, z.B. bei Staufahrten. Ich kann nicht sagen woran es liegt -vielleicht an der mageren Abstimmung des Motors- aber das Gaspedal reagiert dermaßen sensibel bei Geschwindigkeiten unter 20 km/h, daß der Wagen ohne den massiven Einsatz der Kupplung so gut wie unfahrbar ist. Und wer im Stau laufend mit schleifender Kupplung unterwegs ist, tut der Mechanik auch keinen Gefallen. Apropos Kupplung: daß sie nach nur 25.000 km schon dermaßen rupft finde ich sehr traurig. Hier müsste Fiat dringend nachbessern, das Problem hatte ich mit meinen anderen Fahrzeugen nie. Das Auto ist absolut Langstreckentauglich - unsere längste Reise dauerte zwölf Stunden am Stück und bereitete uns vom Auto her keine Probleme. Die Sitzposition ist auch für meine 1,85 Meter sehr gut - vorne ist so viel Platz, daß man kaum glaubt in einem Kleinwagen zu sitzen. Nur der Sitz lässt sich nicht weit genug nach unten stellen - zwar stoße ich nicht mit dem Kopf ans Dach, aber mein Blick nach oben wird durch die obere Kante der Windschutzscheibe doch arg behindert, was vor allem an Ampeln stört, da man sich den Hals verrenken muss, um die Ampel zu erkennen. Allerdings habe ich solche Probleme in vielen Autos. Der Platz hinten ist freilich nicht so üppig, aber mal ehrlich: wann nimmt man schonmal Leute mit? Meistens fährt man ja eh alleine oder zu zweit. Aber zur Not geht´s auch zu viert - nur zu fünft wird´s dann arg eng! Die Polster sind extrem Schmutzempflindlich. Leider ist aber das Nachrüsten mit Schonbezügen wegen der Sitzairbags nicht billig. Die elektrische Servolenkung lässt sich per Knopfdruck auf eine andere Kennlinie umschalten - dann wird sie unter 50 km/h butterweich und man kann den Wagen problemlos in die kleinste Parklücke zirkeln. Am Anfang fand ich das ein wenig unangenehm, da mir die Lenkung zu weich erschien, aber mittlerweile will ich sie nicht mehr missen. Schade aber, daß der Wendekreis so groß ist - da fiel mir das Rangieren in unserer engen Tiefgarage trotz fehlender Servolenkung im Golf doch leichter.

Die Übersichtlichkeit nach hinten lässt etwas zu Wünschen übrig - hier fordert die ansteigende Seitenlinie ihren Tribut. Gut zu wissen, daß das Auto direkt hinter der Heckklappe aufhört, sonst wäre das Einparken wirklich nicht leicht! Der Kofferraum ist für einen Kleinwagen schön groß und sogar beleuchtet. Zwei Klappkästen a´la "Curver" und ein Kasten Wasser passen locker rein - und die Sporttasche noch oben drauf. Bei Bedarf lässt sich die Kofferraumabdeckung entfernen und die Rückbank asymetrisch umklappen - dann gibt´s richtig Platz. Kaum zu glauben, was man mit ein bißchen Geschick alles in so ein Auto reinbekommt! Das sollte man nicht unterschätzen. Sperrige Gegenstände kommen auf´s Dach. Aber wer diese Befestigung für die Dachträger erfunden hat, sollte bestraft werden...!!! Der hintere Träger geht ja noch, aber vorne hat man eine Fummelei ohne Gleichen - und sehr vertrauenswürdig ist die Ganze Sache auch nicht! Das geht besser! Die Radiovorbereitung kann ich empfehlen. Das Fahreug ist mit einem Normschacht und DIN-Steckern ausgerüstet. Das Radio befindet sich ganz oben in der Mittelkonsole und ist dadurch gut im Blickfeld. Die sechs eingebauten Lautsprecher haben einen sehr guten Klang und reichen bei einem guten Autoradio völlig aus. Allerdings werden HiFi-Freaks und diese nervigen "Bumm-Bumm" Techno-Kids mit der gebotenen Leistung wahrscheinlich nicht glücklich. Die Handyvorbereitung werde ich wohl nie nutzen, allerdings ist mein Punto wegen der Handyvorbereitung mit einer anderen Dachantenne ausgestattet. Die reine Radioantenne habe ich bei vielen anderen Puntos schon defekt gesehen und sie scheint ein echter Schwachpunkt zu sein. Daher bin ich ganz froh die Radio/Telefon Kombiantenne auf dem Dach zu haben, denn sie macht einen sehr viel stabileren Eindruck.

Die modernen Projektionsscheinwerfer geben ein sehr helles Licht. Allerdings ist die hell/dunkel Grenze ganz scharf abgegrenzt. Unter dieser Abgrenzung ist alles sehr gut ausgeleuchtet, darüber liegt alles im tiefer Dunkelheit. Das ist für den entgegenkommenden Verkehr natürlich optimal, aber für mich ist es sehr gewöhnungsbedürftig. Bei meinem Golf fiel immer noch ein gewisser Teil an Streulicht in den oberen Bereich und ich konnte so sehr oft auf das Fernlicht verzichten. Beim Punto ist alles ausserhalb des Beleuchtungsbereichs so dunkel, daß man immer geneigt ist das (sehr helle) Fernlicht bei jeder Gelegenheit einzuschalten. Da der Hebel für das Fernlicht aber recht weit von Lenkrad entfernt ist, finde ich das ein klein wenig nervig. So modern die Beleuchtungsanlage auch sein mag, so richtig glücklich werde ich damit nicht. Die Rücklicht- und Bremsleuchten (aber nicht das dritte Bremslicht) werden elektronisch überwacht. Fällt eine der Birnen aus, leuchtet eine Warnleuchte im Armaturenbrett auf. Das funktioniert eigentlich ganz zuverlässig, aber manchmal leuchtet diese Lampe unvermittelt beim Bremsen auf, obwohl keine Birne defekt ist. Anfangs fand ich das ein wenig merkwürdig, aber laut meiner Wekstatt stellt dies keinen Defekt dar und man muss lernen die falsche Anzeige zu ignorieren...

Reifen:
Serienmäßig war der Punto mit Michelin Energy Sommerreifen ausgestattet, und zwar in der etwas ungewöhnlichen Größe 165/70 R 14. In Tests schnitt dieser Reifen gar nicht mal schlecht ab und angeblich ist es der einzige Sommerreifen, der auch beschränkt wintertauglich ist. Da wir aber Wintersport machen, war für uns ein reiner Winterreifen Pflicht. Da wir aber zu den Winterreifen vier Felgen dazukaufen mussten (das Ummontieren von Sommer-/Winterreifen auf einem Satz Felgen ist KEINE gute Lösung), suchten wir nach einer halbwegs preisgünstigen Lösung. Mein Reifenhändler konnte mir nicht wirklich ein gutes Angebot machen, bis ich ihn auf die runderneuerten Winterreifen namens Vergölst Securo M+S ansprach. Ich hatte diese Reifen schon auf meinem Opel Kadett gefahren und war recht zufrieden mit ihnen gewesen, wenn sie auch in Tests deutliche Schwächen aufzeigten. Der Preisunterschied ist aber so gewaltig, daß ich die Schwächen bewusst in Kauf nahm und so eine ganze Stange Geld sparen konnte. Nun zu den Erfahrungen. Der Michelin Energy ist ein sehr ausgewogener Reifen mit sehr guter Haftung bei Trockenheit und Nässe. Aquaplaning kenne ich mit diesem Reifen so gut wie nicht. Der Fahrkomfort ist gut (angenehm leise), Verschleiß ebenfalls. Da ich ihn im Winter noch nie gefahren habe, kann ich nichts über die "bedingte Wintertauglichkeit" sagen. Der runderneuerte Winterreifen Vergölst Securo M+S ist ein recht guter Reifen auf Schnee. In den Wintersportgebieten in den Alpen, wo zwar geräumt, aber nicht gestreut wird (sprich wo man auf einer festen Schneedecke fährt) musste ich noch nie Schneeketten aufziehen. Am besten fährt sich der Reifen auf einer planierten Schneeschicht, auf der ein paar cm Neuschnee liegen. Hier hat der Reifen ganz deutlich seine Stärke. Auf trockener Straße läuft der Reifen wie viele Winterreifen ein wenig "schwammig" und hat ein recht lautes Abrollgeräusch. Schwächen zeigt der Reifen bei Nässe. Die Haftung lässt dann deutlich zu wünschen übrig, wenn auch die Wasserverdrängung (Auquaplaning) hervorragend ist. Deshalb ist bei Fahrten bei nasser Fahrban Vorsicht geboten, die Antriebsräder drehen sehr schnell durch. Trotzdem möchte ich betonen, daß dieser Winterreifen bei Temperaturen unter sechs Grad immer noch dem besten (reinen) Sommerreifen vorzuziehen ist. Obwohl ich den Vergölst Securo M+S wieder kaufen würde, kann ich ihn wegen der Nassfahrleistungen nicht empfehlen.

Zwischenbilanz nach 45.000 km:
Mittlerweile ist mein Punto drei Jahre alt und zeigt einen Kilometerstand von 45 Tausend an. Obwohl er gut gepflegt wird, hat er schon einiges erleiden müssen: einen Umzug mit vielen Transportaufgaben, diverse sehr lange Urlaubsfahrten, klirrende Kälte mit Schnee und Eis, eine kleine Beule im Kotflügel, einige Kratzer und diverse andere Sachen... Im Stich gelassen hat er uns nie - kein größerer Defekt, kein Ausfall, keine Panne und kein Abschleppen. Selbst die vielgefürchtete Fiat-Elektrik erweist sich bisher als standhaft und zuverlässig. Bis auf die hier gelisteten Defekte waren nur drei durchgebrannte Glühbirnen zu verzeichnen. Apropos Glühbirnen: wer eine defekte Birne im Heck auswechseln will, muss die komplette Rücklichteinheit abschrauben!!! Unglaublich, aber wahr. Verschleißerscheinungen gibt es am Bezugsstoff des Fahrersitzes, der sich an der Seitenkante "aufribbelt". Sieht etwas unschön aus, dürfte aber noch eine Weile halten. Jedenfalls denke ich derzeit verstärkt über Schonbezüge nach - die mit den passenden Öffnungen für Seitenairbags sind ja nicht mehr so teuer. Ausserdem hat das Plastik im Innenraum einige unschöne Schrammen abbekommen, als wir beim Umzug Kühlschrank und Waschmaschine transportiert haben (kein Witz: die passen tatsächlich rein!). Die Klappergeräusche im Innenraum haben sich etwas verstärkt, stören mich persönlich aber nicht. Das Rupfen der Kupplung ist etwas schlimmer geworden, rechtfertigt aber noch lange keinen Austausch. Die Hinterachse poltert immer noch lustig vor sich hin, die Geräusche haben sich aber nicht verschlimmert. An der Mechanik der Sitzhöhenverstellung des Fahrersitzes ist eine Gasdruckfeder herausgefallen. Zwar funktioniert die Verstellung noch tadellos, aber der Hebel springt nicht mehr automatisch in die Mittelstellung zurück. Um die Feder wieder einzubauen müsste man den Fahrersitz ausbauen, was mir zu viel Aufwand für diesen minimalen Defekt ist. Den ersten TÜV-Termin bestand der Punto ohne erkennbare Mängel (HU und AU). Der Kat funktioniert "besser als neu" (jedenfalls nach Aussage des DEKRA-Mitarbeiters), lediglich das Getriebe "schwitzt" etwas Öl. Die erste Inspektion war mit 160,- Euro erfreulich preiswert, die zweite kostete mit 340,- Euro dann schon erheblich mehr, war aber auch vom Arbeitsaufwand her größer. Im Skiurlaub erweist sich die Heizung/Lüftung als etwas schwach. Es dauert recht lange bis Warmluft kommt, die sich dann aber nur unzureichend so auf die Scheiben lenken lässt, daß diese möglichst schnell Beschlagfrei werden. Skier können übrigens nur auf dem Dach vernünftig transportiert werden - der Innenraum ist dafür eindeutig zu kurz (kurze Fun-Carver oder kleine Snowboards könnten aber passen). Abschließend möchte ich gerne ausdrücklich betonen, daß ich vom Punto nach wie vor überzeugt bin und ihn guten Gewissens weiterempfehlen kann.

Nachtrag, Mai 2005: Auch der zweite TÜV-Termin ging ohne erkannbare Mängel über die Bühne. Kein Rost, kein aussergewöhnlicher Verschleiß, KAT noch immer "so gut wie neu". Lediglich das Getriebe war (wie immer) etwas ölfeucht.

Der Punto als Familienauto...??!!
Warum ich diese Frage stelle? Nun, wir haben dieses Jahr Nachwuchs bekommen und da stellte sich natürlich die Frage, ob wir uns ein größeres Auto anschaffen müssen. Finanziell gesehen wäre es für uns natürlich am besten wenn wir den Wagen behalten würden, und so wurde der Punto zwangsläufig zu unserem Familenauto. Positiv zu betrachten ist, daß der Beifahrerairbag blitzschnell mittels Schlüsselschalter zu deaktivieren ist. Also ideal um eine Babyschale auf dem Beifahrersitz zu befestigen. Sind wir zu dritt unterwegs, muss der Kleine natürlich hinten sitzen. Die Babyschale an den Lehnen der Vordersitze vorbei nach hinten zu bugsieren ist etwas mühselig, das Befestigen mit dem hinteren Dreipunktgurt auch - aber da muss man halt durch. Ein Fünftürer hätte hier klare Vorteile - aber es geht halt auch so. Bei der Wahl eines geeigneten Kinderwagens sollte man sehr sorgfältig recherchieren und diverse Modelle ausprobieren. Unser Wagen passt nun zusammengeklappt gerade so in den Kofferraum, allerdings nur wenn man die hinteren Räder des Kinderwagens abmontiert (dank Schnellverschluss kein Problem!). Das abnehmbare Babynest kommt auf den Rücksitz. Zusammen mit dem Wickelrucksack und ein bißchen Gepäck für die Eltern ist das Auto nun voll! Und was ist bei Urlaubsfahrten? Dafür haben wir uns eine Dachbox angeschafft. Reisetaschen, Schlafsäcke und anderes voluminöses, aber leichtes Gepäck kommt dort hinein. Die Box hat sich schon sehr bewährt und ich bin im Nachhinein froh, daß ich mich gegen die klassische Skibox und für eine voluminösere, breitere Form entschieden habe. Die Skier müssen dann halt ausserhalb der Box an die Grundträger geschnallt werden. Allerdings dürfte Skiurlaub die nächsten Jahre wohl erstmal gestrichen sein...

Um weiteren Platzproblemen vorzubeugen und damit ich endlich mal mein Quad mit in den Urlaub nehmen kann habe ich ausserdem eine Anhängekupplung montiert. Mein Vater besitzt einen kleinen 400-Kilo Anhänger den ich mir jederzeit ausleihen kann. Damit dürfte dann auch die Urlaubsfahrt mit sehr viel Gepäck kein Problem mehr sein. Daß ich dabei nur noch 80 km/h fahren darf stört mich nicht, da ich mit Dachbox in der Regel auch nicht schneller als 110 km/h gefahren bin. Leider gibt es bei der Anhängerkupplung eine Besonderheit: man darf nur eine Kupplung mit abnehmbaren Kugelkopf montieren, da dieser sonst bei nicht-Anhängerbetrieb das extrem tief sitzende Nummernschild verdecken würde. Anhängerkupplungen mit abnehmbaren Kugelkopf sind natürlich die "deluxe-Version" und deshalb sehr teuer. Der Kupplungssatz mit Elektrik, Montage und TÜV-Abnahme kommt so schnell auf über 500,- Euro. Ohne "Sponsor" hätte ich so viel Geld wahrscheinlich nicht ausgegeben. Die Kupplung verschandelt zwar etwas das ansonsten optisch sehr ansprechende Heck des Punto, ist aber bei unseren Platz- und Transportproblemen eine Top-Lösung. Der Punto als Familienauto? Sicher nicht optimal, aber mit ein bißchen guten Willen machbar!

Schlußbilanz nach 62.000 km:
Auch das treueste und beste Auto muss irgendwann einmal weichen. Nach fünf Jahren und über 60.000 gefahrenen Kilometern war es Zeit sich vom Punto zu verabschieden. Warum...?! Nun, der Gedanke uns ein größeres Auto mit mehr Platz zuzulegen kam uns ja schon öfters, nur hatten wir aus Kostengründen diesen Schritt bisher gescheut. Der Punto als "Familienkutsche" ist zwar machbar (s.o.), aber nicht unbedingt praktisch. Wir hatten deshalb das Jahr 2006 als Grobziel angepeilt, um uns fahrzeugmäßig zu verändern. Hintergedanke war ausserdem, daß unsere Familie demnächst noch etwas wachsen soll, und das hätte dann mit dem Punto gar nicht mehr hingehauen. Auch seinen Teil dazu beigetragen hat die angekündigte Mehrwertsteuererhöung Anfang nächsten Jahres um satte drei Prozent. Bei der Summe, die wir investieren wollten, eine nicht unerhebliche Mehrausgabe. Den Restwert des Punto bei Inzahlungnahme durch einen Händler schätzte ich auf etwa 3200,- Euro (Händlereinkaufspreis). Wenn man die kleineren Schäden und Defekte (Airbag-Warnleuchte, Kratzer, Dellen,...) abzieht, wäre ich mit 3000,- Euro zufrieden gewesen, und genau diese Summe sollten wir letztendlich auch bekommen. So haben wir unseren treuen Fiat mit gutem Gewissen und ohne größere Mängel im März 2006 gegen einen Renault Kangoo in Zahlung gegeben.

Und wie lief der Punto noch in der letzten Zeit? Völlig Problemlos. Bis auf die Batterie und den Auspuff keine Schäden und erst recht keinen Ausfall. Lenkung, Schaltung, Kupplung, Stoßdämpfer: alles im Lot. Keine weiteren Innengeräusche, keine lockeren Schrauben mehr, noch nicht einmal eine defekte Glühbirne! OK, die Sache mit der Airbag-Warnleuchte ist ein wenig seltsam und vielleicht auch irritierend, aber irgendwelche typischen Schwachstellen hat ja jedes Fahrzeug... Die 60.000er Inspektion war mit 250,- Euro gerade noch zu verkraften und zeigte keine besonderen Vorkommnisse. Im übrigen ist am ganzen Fahrzeug an der Karosserie kein Krümel Rost zu finden - wer hätte das von einem Fiat erwartet...?! In den fünf Jahren, in denen wir das Auto führen, sind wir nicht ein einziges Mal liegengeblieben oder konnten eine Fahrt nicht antreten. Allerdings haben wir unsere Inspektionen regelmäßig gemacht und dem Auto wenigstens ein Mindesmaß an Pflege gegönnt. Warum also sollte ich dieses Fahrzeug nicht unbedingt weiterempfehlen...?! Ich tue es hiermit ausdrücklich! Und dem nächsten Besitzer unseres "Azzurro" wünsche ich allzeit gute Fahrt! Ach ja, und wen es interessiert: ein wenig Abschmiedsschmerz ist auch da...

Mike BK, im März 2006

 

Fiat Punto 1,2 SX: Mängel, Pannen und Defekte:

Da dies mein erster Neuwagen ist, fand ich es mal ganz interessant alle Mängel zu dokumentieren, damit man sich ein Bild von der Qualität eines solchen Neufahrzeugs machen kann. Bis jetzt ist noch nichts Gravierendes passiert, aber ein paar kleinere und ärgerliche Sachen gibt es doch. Übrigens dokumentiere ich hier natürlich keine selbstverschuldeten Defekte (ja, es hat welche gegeben)!

Zier-, bzw. Stoßleisten:
Die umlaufenden schwarzen Zierleisten, die das Auto (recht effektiv) ausserdem vor Stößen und "Parkplatzremplern" schützen sollen, lösen sich ständig von selbst. Schon im Auslieferungszustand lösten sie sich vor allem an den Türen. Zwar wurden sie im Rahmen der Mängelbeseitigung wieder geklebt, aber schon ein kleiner Kontakt mit einem Poller löste die Leiste auf der Fahrertür wieder ab. Offensichtlich hat Fiat hier ein Problem mit dem verwendeten Kleber.

 

 

Schaltknauf:
Das Schaltgestänge ist unterhalb des Knaufs wegen der Rückwärtsgangsperre geschmiert. Das Fett wandert ständig nach oben unter den Knauf und sorgt dafür, daß er vom Hebel flutscht. Daß dies immer während der Fahrt passiert ist besonders ärgerlich - und natürlich flutscht die Kugel immer an eine Stelle, wo man sie auf Anhieb nicht wiederfindet. Die Werkstatt hat es bisher noch nicht geschafft diesen Mangel abzustellen. Ein unter den Knauf geklemmtes Stückchen Papier funktioniert ganz gut, bis es sich voll Fett gesaugt hat. Dies ist ein wirklich dämlicher, unnötiger und ärgerlicher Mangel!

 

Heckklappenschloß:
Zugegebenermaßen gibt es in Dänemark überdurchschnittlich viele Schotterstraßen, für die der Punto eigentlich nicht gebaut ist, aber was mir hier passiert ist, fand ich schon ein bißchen traurig! Bei unserem ersten Dänemarkurlaub mit dem Punto fiel mir auf, daß die Heckklappe auf Schotterpisten immer so seltsam schepperte. Erst nach einigen Tagen stellte ich fest, daß sich die Verschraubung des Schlosses der Heckklappe gelockert hatte. Eine Schraube hatte sich sogar schon um mehr als die Hälfte herausgedreht... Die Schrauben waren natürlich schnell wieder festgezogen, aber muss das sein...?! Ausserdem funktionierte die Staubschutzklappe des Schloßes selber nach einiger Zeit nicht mehr: sie blieb einfach offen stehen. Nachdem ich das Schloß in mühevoller Kleinarbeit herausgefummelt hatte, konnte ich den Fehler provisorisch beheben - und das hält heute noch!

Verschraubung des Heckscheibenwischers:
Das mit den Schrauben und Muttern scheint ein kleines Fiat-Problem zu sein! Nach unserem zweiten Dänemarkurlaub lief der Heckscheibenwischen etwas "seltsam". Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus, daß sich die Mutter gelockert hatte und nur noch mit einem Gewindegang auf der Welle saß - ein paar Tage später hätte ich den Wischer sicher verloren! Was mich ausserdem ärgert: der Wischer und der Wischerarm sind hinten eine Einheit - man kann das Ganze nur komplett austauschen und nicht das einzelne Blatt auswechseln. Eine etwas fragwürdige und kundenunfreundliche Lösung!

 

Türfangstrebe:
Und wieder das Thema Verschraubung! Als ich eines Tages nach einer kurzen Fahrt die Tür öffnete, sah ich etwas Seltsames: auf dem Schweller lag eine kleine Hutmutter. Als ich sie greifen wollte, verschwand sie leider durch eine kleine Öffnung im Schweller. Da sie aus einem nicht-rostenden Material besteht kann sie dort zwar keinen großen Schaden anrichten, aber wo kam diese Mutter her? Kurz darauf sah ich es: sie gehört auf die untere Verschraubung der Strebe, die die Tür auffängt (damit sie sich nicht zu weit öffnet) und dort fehlt sie jetzt. Langsam frage ich mich, ob man in regelmäßigen Abständen um das Auto gehen und sämtliche Verschraubungen kontrollieren sollte... ;-) Mal ganz ehrlich: gehört an diese Stelle nicht eine selbstsichernde Mutter, oder wenigstens etwas Schraubensicherungslack?!

 

Aussenspiegel:
Durch die großen Aussenrückspiegel hat man eine hervorragende Sicht! Einziger Wermutstropfen: sie stehen extrem weit vom Fahrzeug ab und sind deshalb etwas gefährdet. Schon zwei Mal ist uns der Spiegel von vorbeifahrenden Fahrzeugen zerschlagen worden, wobei der Wagen jedesmal ordnungsgemäß am Straßenrand geparkt war. Beides Mal ist der Verursacher abgehauen. Man kann die Spiegel zwar beim Parken anklappen, aber wer denkt schon daran...?!

 

 

Tankstutzen:
Punto-Fahrer wissen, daß man beim Tanken etwas aufpassen muss! Deutsche Zapfpistolen sind so empfindlich eingestellt, daß man sie in der Regel beim Tanken nicht feststellen kann, sondern lieber in der Hand hält. Das mag an der Form des Einfüllstutzens liegen, der das Benzin schnell zum Aufschäumen bringt. Ein übereifriger Tankwart in Flensburg wusste das offensichtlich nicht, denn er hat (während ich an der Kasse anstand) solange die Zapfpistole im Tankstutzen verdreht und geschüttelt, bis der Stutzen ringförmig einmal ganz herum aus seiner Halterung herausbrach. Auf dem Foto kann man die obere Bruchstelle ganz gut erkennen! Leider habe ich den Defekt erst hunderte Kilometer weiter in Dänemark entdeckt - und da war´s zu spät! Zwar funktionieren Tankdeckel und Stutzen weiterhin einwandfrei, aber durch den entstandenen Spalt dringen Staub, Wasser und Schmutz vom Radkasten an den Stutzen. Ausserdem muss man jetzt beim Tanken sehr aufpassen, da alles lose ist und wackelt. Sehr ärgerlich!!! Der Reparaturkostenvoranschlag von Fiat war atemberaubend, welhalb ich den Stutzen dann in einer "Hinterhofwerkstatt" reparieren liess. Er wurde mit ein paar Schrauben wieder fixiert und dann kräftig mit Silikon ausgespritzt. Jetzt ist er wieder dicht und hält - zum Bruchteil des Preises...

Neidkratzer...??:
Kein Defekt im eigentlichen Sinne, aber nicht minder ärgerlich!!! Ich kann es nicht nachvollziehen was manche Menschen mit niederen Instinkten dazu treibt, sich mutwillig an fremden Eigentum zu vergreifen und dieses zu beschädigen. Auf einem großen Parkplatz voller Luxuskarossen hat sich ein Flachschädel ausgerechnet unser Auto ausgesucht, um seine Visitenkarte in Form eines sehr langen Kratzers an der Tür zu hinterlassen. Hatte wohl einen schlechten Tag, dieser "Mensch". Leider kommt solches Gesindel ja meist ungestraft davon... Auf metallic-Lack ist dieser Kratzer natürlich besonders ärgerlich - eine Neulackierung kommt aus Kostengründen nicht in Frage.

Airbag-Warnleuchte:
Kurz vor Erreichen der 60.000 km leuchtete plötzlich während der Fahrt die Airbag-Warnleuchte auf. Und zwar nicht die Gelbe, die vor dem ausgeschalteten Beifahrer-Airbag warnt, sondern die Rote für das Gesamtsystem. Zunächst war ich etwas erschrocken, denn da das Airbag-System im Grunde wartungsfrei ist, kann diese Warnmeldung ja eigentlich nur einen größeren Defekt bedeuten. Die FIAT-Bedienungsanleitung warnt dann auch ausdrücklich davor die Fahrt fortzusetzen...! Nach etwas Recherche im Internet kam ich dann schnell auf die wirkliche Ursache. Wie ein roter Faden ziehen sich Berichte über plötzlich aufleuchtende Warnleuchten durch diese frühe Punto II Serie... Einer meinte gar er hätte nun so langsam jede Warnleuchte kennengelernt. Nach Auslesen des Fehlerspeichers und Reset des Systems wäre alles wieder in Ordnung. Ein Anderer hatte sogar die Airbag-Warnleuchte abgeklemmt, da sie ihn andauernd "genervt" hat. Was genau passiert da? Bei dieser Punto-Serie gibt es immer wieder Probleme mit den Kontaktsteckern, insbesondere bei den Seitenairbags im Sitz. Gibt es hier ein winzigen Wackelkontakt (kann schon beim Befahren einer schlechten Straße passieren), meldet das System sofort einen Fehler. Fatalerweise werden aus "Sicherheitsgründen" nun sämtliche vier Airbags und auch die Gurtstraffer(!) lahmgelegt und bleiben bis zum Auslesen und Reset des Fehlerspeichers inaktiv. Da ich sowieso schon einen Termin für die 60tausender Inspektion hatte, sprach ich meinen Werkstattmeister auf die Sache an. Und er musste mit Bedauern zugeben, daß die Berichte im Internet absolut der Wahrheit entsprechen. Für das Auslesen des Fehlerspeichers und Überprüfung der Steckverbindungen hat mir die Werkstatt dann im Rahmen der Inspektion 25,- Euro berechnet. Im Grunde genommen kann ich sogar noch froh sein, daß dieser Defekt in vier Jahren nur einmal aufgetreten ist... Nachtrag: vier Wochen später war die Warnleuchte schon wieder an...

Batterie:
Nach vier Jahren überwiegend Stadtverkehr hat die Batterie ihren Geist aufgegeben. Eventuell wäre sie noch durch diesen Winter gekommen, aber sicher ist sicher und ich habe sie lieber vorsichtshalber ausgetauscht. Ärgerlich: die Original Batterie von Magneti Marelli hat eine Sonderform! Sie ist in der Basis quadratisch und etwas höher als die üblichen, rechteckigen Standartbatterien. Ausserdem sitzt die Batterie beim Punto in einer Art Plastikumhüllung. Will man nun also eine billigere Standartbatterie von z.B. Varta oder Arktis verwenden, so passt diese weder in die Plastikverkleidung noch in den Haltebügel. Man wird also quasi genötigt das teure Originalteil zu kaufen. Also habe ich ein wenig getüftelt. Die Plastikverkleidung lässt sich problemlos demontieren! Dann habe ich mir eine passende 12V 44Ah Batterie mit verbesserter Startleistung von Budget aus dem Baumarkt besorgt. Den Haltebügel habe ich mit einem Stück Holz unterfüttert. Die Vorderkante der Batterie habe ich so in der Halterung plaziert, daß sie (z.B. bei einer Vollbremsung) nicht nach vorne verrutschen kann. Der mit dem Holz unterfütterte Bügel hält sie dann sicher genug, daß sie beim Beschleunigen auch nicht nach hinten rutscht. Die runden Anschlüsse sind ja glücklicherweise genormt, so daß es da keine Probleme gab. Zum Schluß habe ich mir dann noch eine Thermohülle aus Filz vom Autoteilezubehör besorgt und und die Batterie "eingepackt", um sie besser vor Frost zu schützen.

Enschalldämpfer:
Drei Monate nachdem ich die Batterie ausgetauscht hatte, bemerkte ich, daß der Auspuff "bollerte". Nur einen Tag später habe ich beim Überfahren einer Bordsteinkante den Schalldämpfer verloren (km-Stand ca. 65.000). Das hat ganz schön gescheppert... Glücklicherweise ist das bei sehr niedriger Geschwindigkeit passiert! Daß der Auspuff nach viereinhalb Jahren defekt ist, finde ich jetzt nicht so problematisch - schließlich ist das ein Verschleißteil. Interessant finde ich, daß das Auto auch ohne Endschalldämpfer relativ leise ist. Die Reparatur habe ich selber durchgeführt. Bestellt habe ich den neuen Auspuff bei "MarkenAutoteile.de". Er kostete inkl. Versand ca. 70,- Euro. Der Einbau gestaltete sich erstaunlich problemlos. Einzig das Einfädeln des neuen Auspuffs über die Hinterachse war etwas fummelig. Da der Originalauspuff aus Kostengründen einteilig ausgeführt ist, muss das Rohr zwischen Vor- und Endschalldämpfer passend abgeflext werden. Diese Stelle sitzt gefährlich nah am Tank, aber mit etwas Vorsicht problemlos machbar. Der neue Auspuff ist am Anschlußrohr mit einer Hülse versehen, die über das passend abelängte Originalrohr passt. Jerzt nur noch eine stabile Schelle drüberschrauben und fertig! Insgesamt hat die Reparatur nur etwa eine halbe Stunde gedauert.

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