4. Bautag: es geht voran

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Ich kann mich persönlich an keinen besch... Sommer erinnern, als an diesen hier! Heute Nacht hatten wir einstellige Temperaturen - Bodenfrostgefahr in Höhenlagen, Tagestemperaturen von 12-14 Grad... Und das MITTE AUGUST!!! Dass das Epoxydharz trotzdem durchgehärtet ist liegt nur daran, dass das Bootsbauprojekt in einer geschlossenen Garage stattfindet und ich Abends nochmal kräftig mit dem Heizlüfter eingeheizt habe. Aber gut, heute morgen war das Zeug tatsächlich steinhart und die Bug-/Heckpartie fest verklebt. Zuerst hatte ich einige Behördengänge zu erledigen. Daher war es fast Mittag, als wir uns wieder mit dem Boot beschäftigen konnten. Zeit für die Kimmstringer: diese haben wir mit Klemmen provisorisch am Kanu befestigt und die überstehenden Enden passend abgelängt. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir unser erstes "AHA"-Erlebnis: die wabbelige Sperrholzform des Rumpfes wurde nun durch die Stringer begradigt und stabilisiert. Aus dem seltsamen Gebilde könnte doch tatsächlich ein schönes Kanu werden... Dann konnten die Stringer mit einem Überstand von 2-3mm mit PU-Leim angeklebt werden. Damit sie auch sicher halten, wurden sie zudem mit Schrauben von außen gesichert. Ich habe so etwa alle Handbreit eine Schraube gesetzt. Nun wurde ca. eine Stunde gewartet (Mittagspause), bis der PU Leim einigermaßen ausgehärtet war. Nun war es Zeit die Kimmstringer waagrecht zu hobeln, damit der Boden später flächig aufliegt. Klingt schwierig, ist es aber nicht. Vor allem der kleine Taschenhobel (Spitzname angeblich "Moppel") hat sich hier bewährt. Auch ein Elektrohobel leistete gute Dienste, war aber nicht einmal schneller. Geprüft wurde die Auflagefläche mittels einer aufgelegten Wasserwaage. Nachdem die Kimmstringer derart vorbereitet waren, konnte die erste Bodenhälfte ausgeschnitten werden. Dafür wurde ein Sperrholzplatte auf das Kanu gelegt, an der Mittelmalle ausgerichtet und mit zwei Klemmen befestigt. Mit einem Bleistift konnte ich nun die Umrisse von unten anzeichnen. Nun nur noch die Form mit der Stichsäge aussägen - fertig! Auf die Kimmstringer wurde nun flächig und ohne Unterbrechungen PU Leim aufgetragen und die Bodenplatte von oben verschraubt, ebenfalls etwa alle Handbreit. Nachdem nun die Hälfte des Boots zu war, wurde das Boot natürlich noch formschöner und stabiler. Jetzt sah das Ganze schon aus wie ein Kanu! Die zweite Bodenhälfte wurde analog zur Ersten angebracht. Mit diesem wichtigen Schritt ist das Boot nun geschlossen und damit keine lose Form mehr. Nach diesem Bautag konnten wir uns also erst einmal gratulieren und stolz auf das blicken, was wir schon geschafft haben.

Bauzeit heute: 6 h
Gesamtbauzeit: 15 h

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